Ein Titel mit Programm
Welchen Kurs wollen Sie einschlagen? Informieren Sie sich im neuen Magazin für berufliche Teilhabe von 53° NORD und werfen Sie den Blick über den Tellerrand. Viel Spaß dabei wünscht Ihnen die Redaktion KLARER KURS.
Die Ausgabe 3/2009 erscheint am 24. August.
Themen

Bildung
Auf dem Prüfstand: Modulare Ausbildung
Durchlässigkeit, hohe Flexibilität und zertifizierte Bausteine: Jugendliche mit Behinderung haben mit TrialNet erhöhte Chancen auf eine erfolgreiche Ausbildung und anschließende Aufnahme in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis.

Arbeit
Fairwerk: Starke Marke aus Oberbayern
Der Ausbau der Eigenfertigung gilt zu Recht als Rückversicherung gegen Auftragsrückgänge in der Lohnfertigung, wie viele unserer Betriebe sie in der aktuellen Wirtschaftskrise erleben. Mit der Produktion ist es jedoch nicht getan, die Produkte müssen sich auch am Markt behaupten. Als erfolgreicher Weg erweist sich dabei die Etablierung einer eigenen Marke.
Entwicklung
Zuverdienst im Secondhandshop
Bundesweit fordern Integrationsfirmen niedrigschwellige Zuverdienstarbeitsplätze
für Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Den Kostenträgern sind sie aber in der Regel zu teuer. Eine Ausnahme macht der Bezirk Oberbayern.
Er finanziert mit circa 9 Millionen Euro im Jahr die Arbeit von etwa 1.000 Personen aufnZuverdienstarbeitsplätzen. KLARER KURS besuchte eines der geförderten Projekte, den Secondhandshopn„kleidsam“ der diakonia GmbH in München.
Strategie: Politiker zur Wahl
Was planen die Parteien für die kommende Legislaturperiode in punkto berufliche Teilhabe? KLARER KURS befragte die Behindertenbeauftragten der Parteien:
Markus Kurth, Bündnis 90/Die Grünen
"Wir sind der Meinung, dass wir die Werkstätten auf dem Weg einer personenzentrierten und dauerhaften Hilfe für behinderte Menschen mitnehmen müssen. Hierfür bedarf es zwingend der Modularisierung der Werkstattleistung sowie der Vorgabe, sich als Dienstleister für behinderte Menschen zu verstehen."
"Dort, wo es keinen Wettbewerb gibt, ist die Qualität angebotener Leistungen meist niedriger als auf freien Märkten. Ausschreibungen können problemlos an Qualitätsniveaus geknüpft werden. Wenn mehr Anbieter Leistungen auf dem sozialen Markt anbieten können, entsteht eine höhere Angebotsvielfalt, von der vor allem die Leistungsempfänger profitieren. Deshalb spricht sich die FDP dafür aus, den Markteintritt für neue Anbieter von Betreuungs- und Pflegeleistungen zu erleichtern."
"Der Beschäftigungszuschuss hat gezeigt, dass langfristige Förderung bei bestimmten Beschäftigtengruppen erfolgreicher ist als kurzfristige Unterstützung, wie etwa bei Eingliederungszuschüssen. Ich werde mich für dauerhafte Unterstützungsmodelle einsetzen, beispielsweise für einen „Kombi-Lohn“ für Menschen mit Behinderung."
"Bedarfsgerechte und personenzentrierte Unterstützung, Wahlfreiheit nach Qualität und das Recht auf inklusive Angebote sind unsere strategischen Eckpfeiler. Dabei sehen wir einen Zeithorizont von 10 bis 20 Jahren, bis erste Ergebnisse einer solchen Strategie sichtbar werden."
"Solange Sondereinrichtungen wie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen noch bestehen, müssen ihnen Bedingungen geschaffen werden, die jeder einzelnen WerkstattmitarbeiterIn eine möglichst freie Persönlichkeitsentfaltung ermöglichen. Sie müssen endlich Arbeitsverträge (statt Werkstattverträge) bekommen, sie müssen als ArbeitnehmerInnen (statt WerkstattmitarbeiterInnen) ernst genommen werden, ihnen muß ordentlicher Lohn (statt Werkstatt-Entgelt) gezahlt werden, sie müssen einen Betriebsrat (statt Werkstattrat) wählen können."






