Fachtagung Sozialraumorientierung konkret
Werkstätten öffnen ihre Angebote
Eine ernst zu nehmende Prognose besagt, dass im Jahre 2020 ein Drittel aller Werkstattplätze als Außenarbeitsplätze oder Außenarbeitsgruppen im allgemeinen Arbeitsmarkt angesiedelt sein werden. Der Gesetzgeber hat mit der Novellierung des SGB IX die Voraussetzung für die Unbefristetheit solcher Arbeitsplätze geschaffen. Mit der Ratifizierung der UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen wächst zudem die Erwartung an die Werkstätten, mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag zu deren Zielsetzung zu leisten.
Immer mehr Werkstätten nehmen diese Herausforderung an und machen sich dabei den Ansatz der Sozialraumorientierung zu Eigen. Er ist auf das Leben und Arbeiten in der Gemeinde (oder: in Gemeinden) ausgerichtet und bietet ein Methodenrepertoire, das dieses zu ermöglichen hilft. Besonders erfolgreich hat dies, im Zusammenspiel mit der örtlichen Universität, das Projekt Integra Mensch der Lebenshilfe Bamberg praktiziert.
Diese Fachtagung klärt, wie sich der Gedanke der Sozialraumorientierung mit den Möglichkeiten der WfbM verwirklichen lässt. Wie lassen sich verborgene Ressourcen nutzen? Wie bildet man Netzwerke? Welche Aufgaben haben Integrationsbegleiter und welche Kompetenzen brauchen sie? Wie verträgt sich der Ansatz mit der klassischen WfbM? Wie lassen sich vorhandene Erfahrungen auf andere Regionen übertragen?
Die Tagung verfolgt zudem ein zweites Ziel: Sie will ein bundesweites Netzwerk Sozialraumorientierung etablieren, das die aktive Öffnung der Werkstätten begleiten soll. Seine Aufgabe ist es u.a., gemeinsame Konzepte und Standards zu erarbeiten, den fachlichen Austausch zu ermöglichen, Unterstützung und Hilfestellung zu bieten, Kenntnisse und Erfahrungen zu publizieren und eine gemeinsame Aus- und Fortbildung zu organisieren. Eine Vorbereitungsgruppe mit ca. 30 Vertretern von Werkstätten, Leistungsträgern und aus der Wissenschaft haben hierfür Vorüberlegungen angestellt, die sie in den zweiten Teil der Tagung einbringen.
Tagungsprogramm
Montag, 19. April 2010
ab
12:00 Uhr Ankunft, Kaffee und kleinen Speisen
13:00 Uhr Begrüßung durch die Veranstalter
13:10 Uhr Kurzreferat: Integration, Inklusion,
Sozialraumorientierung? Dr. Stefan Doose
13:40 Uhr Einführung in das Verfahren, Anliegen sammeln,
Marktplatz
14:45 Uhr Beginn Arbeitsphase 1
Kaffee und Kuchen stehen bereit
16:00 Uhr Beginn Arbeitsphase 2
17:15 Uhr Abendrunde
17:30 Uhr Tagesabschluss
Dienstag, 20. April 2010
ab
8:30 Uhr Ankommen, Kaffee
9:00 Uhr Kurzreferate:
- Prinzipien der Sozialraumorientierung (Prof. Dr. Gudrun Cyprian)
- Auf der Suche nach dem Willen des Klienten – Einblicke in die Methoden von Integra Mensch (Cosimo Mangione)
10:00 Uhr Morgenrunde, neue Anliegen?
10:30 Uhr Beginn Arbeitsphase 3
11:00 Uhr Beginn Arbeitsphase 4
13:00 Uhr Mittagessen steht bereit
14:00 Uhr Beginn Arbeitsphase 5
15:15 Uhr Beginn Arbeitsphase 6
17:00 Uhr Abendrunde
17:30 Uhr Tagesabschluss
Mittwoch, 21. April 2010
ab
8:30 Uhr Ankommen, Kaffee
9:00 Uhr Morgenrunde
9:15 Uhr Ausblick
9:45 Uhr Bericht über Vorüberlegungen „Konzepte, Struktur
und Inhalte des Netzwerks“
10:15 Uhr Handlungsplanung, Vorhaben sammeln,
Verabredungen, erste Schritte planen Kaffeepause
integriert
12:15 Uhr Vorstellung erste Schritte
12:45 Uhr Koordination Gesamtgruppe
13:00 Uhr Abschlussrunde
13:30 Uhr Schluss der Veranstaltung
Zielgruppe: Werkstattleitungen und Sozialdienstmitarbeiter aus Werkstätten, Fachkräfte für berufliche Integration
Termin: 19. – 21. April 2010
Ort: Veranstaltungszentrum Rieckhof Hamburg-Harburg, www.rieckhof.de
Kosten: € 290,- zzgl. 7% Mwst.
Das Anmeldeformular können Sie hier herunterladen!




