Werkstatt – Entscheidend ist, was man daraus macht!
Wie kann der Rechtsanspruch auf WfbM genutzt werden, um berufliche Rehabilitation und Integration für psychisch Erkrankte ergebnisoffen und inklusiv zu gestalten?
Fachtagung von 53° NORD, Hamburg und gpe, Mainz
Menschen mit psychischer Erkrankung sind z. Zt. die Personengruppe mit der höchsten Nachfrage nach Werkstattplätzen.
Betroffene, in der Rehabilitation Tätige und psychosoziale Helfer wissen, dass Arbeit einen hohen Wert hat und der Arbeitsplatz einer der wenigen Orte ist, die Erfolgserlebnisse und soziale Kontakte ermöglichen. Berufliche Tätigkeit gibt dem Leben Struktur und Stabilität, verbessert das Selbstwertgefühl und stellt für psychisch kranke Menschen eine wichtige therapiesichernde Unterstützung und Rückfallprophylaxe dar.
Diese Fachtagung verfolgt eine zweifache Fragestellung.
Die erste lautet:
Wie schaffen wir Übergänge aus der medizinischen Reha und gute Zugänge in die berufliche Rehabilitation? Wie lässt sich insbesondere ein niedrigschwelliges Arbeitsangebot gestalten? Welche Rolle können dabei Leistungen einer WfbM und ihres Trägers spielen?
Die zweite:
Wie lassen sich die finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten und Ressourcen der Werkstatt für Qualifizierung und dauerhafte Tätigkeit nutzen, ohne dass die Beschäftigten in ein klassisches Werkstattkorsett gezwängt werden? Wie legt man Beratung und berufliche Bildung ergebnisoffen an? Wie organisiert man Werkstattarbeit ausgerichtet an den Zielen der Inklusion?
Die Tagung bietet in Praxisbeispielen Antworten auf diese Fragen und diskutiert die Übertragbarkeit solcher Lösungen auf die regionale Situation der Teilnehmer.
Die fünf Themenschwerpunkte der Tagung
1. Gute, passgenaue Zugänge finden
Wie gelingt der Übergang in die berufliche Rehabilitation und Integration?
2. Kein WfbM-Anspruch, kaum Reha- oder arbeitsfähig
Wie erreicht man den Personenkreis chronisch psychisch erkrankter SGB II-Leistungsempfänger?
3. Hürde (Arbeitszeiten in der) WfbM
Wie schafft man niedrigschwellige Angebote und Zuverdienstarbeitsplätze?
4. Einmal WfbM- immer WfbM?
Wie nutzt man die Möglichkeit der Erstberatung und beruflichen Bildung in der WfbM ohne die Teilnehmer in die Werkstatt zu sozialisieren?
5. WfbM contra Inklusion
Wie schafft man durch WfbM-Leistungen dauerhafte Arbeit und Beschäftigung, die am Ziel Inklusion ausgerichtet ist?
Tagungsprogramm:
Donnerstag, 29. April
10:30 Uhr Einführung durch die Veranstalter: Warum wir diese Tagung machen.
Dieter Basener, Joachim Storck
11:00 Uhr Themenschwerpunkt 1:
- Wie gelingt der Übergang in beruflicher Rehabilitation und Integration? Praxisbeispiele: Integrationsmanagement Bergedorf; Job-Profil, Köln
13:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr Themenschwerpunkt 2:
- Wie erreicht man den Personenkreis der chronisch psychisch erkrankten Empfänger von Leistungen nach dem SGB-II-? Praxisbeispiel 1: InDoc, Mainz
15:15 Uhr Kaffeepause
15:45 Uhr Fortsetzung Themenschwerpunkt 2
- Praxisbeispiel 2: Job-Profil, Köln
17:00 Uhr Ende des 1. Veranstaltungstages
Freitag, 30. April
9:00 Uhr Themenschwerpunkt 3:
- Wie schafft man niedrigschwellige Angebote und Zuverdienstarbeitsplätze?
Praxisbeispiele: Mollywood, Mainz und N.N.
10:30 Uhr Kaffeepause
11:00 Uhr Themenschwerpunkt 4:
- Wie nutzt man die Möglichkeit der Erstberatung und beruflichen Bildung in der WfbM, ohne die Teilnehmer in die Werkstatt zu sozialisieren? Praxisbeispiel: Service-Center: Next, Mainz
12:30 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr Themenschwerpunkt 5:
- Wie schafft man durch WfbM-Leistungen dauerhafte Arbeit und Beschäftigung, die am Ziel „Inklusion“ ausgerichtet ist? Praxisbeispiele: gpe, Mainz und Virtuelle Werkstatt, Saarbrücken
15:00 Uhr Resümee
15:30 Uhr Abschluss der Veranstaltung
Zielgruppe: Leitungs- und Fachkräfte aus den Bereichen berufliche Qualifizierung und Arbeit für Menschen mit psychischer Erkrankung; Mitarbeiter aus psychiatrischen Versorgungsangeboten und Beratungsstellen
Termin: 29./30. April 2010
Ort: Erbacher Hof, Tagungshaus der Diözese Mainz
Kosten: € 290,- zzgl. MwSt., bei Übernachtung und Frühstück im Erbacher Hof zzgl. € 59,-, Übernachtung im Integrationshotel INNdependence zzgl. € 69,-
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