Möchten Sie den Newsletter zum ausdrucken und versenden als PDF Dokument speichern, dann klicken Sie bitte hier.
Übersicht
- Wenn Behinderung eine Qualität ist
- Werkstätten auf dem Weg zur Inklusion
- Die Leistungen des Vereins UN-Konventionell e.V.
- Zu guter Letzt: Georg Paulmichl
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ein kleiner Verlag wie unserer hat mit zwei bis drei Neuerscheinungen pro Jahr ein bescheidenes Verlagsprogramm. Dafür sind die Bücher sozusagen "handgemacht". In jedem steckt viel Herzblut der Autoren und Herausgeber, des Lektors und der Grafikerin und unseres ganzen – zugegeben recht kleinen – Teams.
Wenn wieder einmal ein frisches Buch aus der Druckerei kommt, sind wir alle ein wenig stolz.
Am Mittwoch letzter Woche war es wieder einmal so weit. Der neue Band der Reihe "Auf Erfolgskurs" wurde ausgeliefert. Mitten im Arbeitsleben heißt er. Untertitel: Werkstätten auf dem Weg zur Inklusion.
Als am folgenden Tag auch noch die neue Ausgabe von KLARER KURS frisch gedruckt auf dem Redaktionstisch lag, gab es erst Recht Grund zu feiern.
Alle Abonnenten bzw. Vorbesteller können sich in diesen Tagen also auf Post von uns freuen. Allen anderen verraten wir in diesem Newsletter, was sie in unseren neuen Publikationen erwartet.
Mit vielen Grüßen
Ihr Team von 53° NORD
Wenn Behinderung eine Qualität ist

"Behinderte Menschen und die Arbeitswelt", diesem Thema hat sich 53° NORD verschrieben. Das Magazin KLARER KURS greift dieses Thema in seiner neuen Ausgabe in ungewöhnlicher Weise auf und berichtet von einem Menschen, dessen Behinderung ihn besonders für seinen Beruf prädestiniert.
Der Bremer Kai Wehner arbeitet als gehörloser Berater in einem Integrationsfachdienst. Er versteht sich als Mittler zwischen unterschiedlichen Kulturen, der Kultur der Hörenden und der der Gehörlosen, und fungiert gleichermaßen als Vorbild für Arbeitgeber und für gehörlose Mitarbeiter.
Wie unsere Redakteurin Grid Grotemeyer das Interview mit Kai Wehner erlebte und zu welchen Einsichten sie kam, lesen Sie im neuen Heft von KLARER KURS.
Außerdem finden Sie in der neuen Ausgabe u.a. folgende Themen:
- Inklusiv: Sophie-Scholl-Schule, Gießen
- Exklusiv: Werkstattladen Ars Vivendi, Duisburg
- Expansiv: Berufsbildungswerk Südhessen, Karben
Übrigens: KLARER KURS zu abonnieren, lohnt jetzt noch mehr. Im neuen Jahr erhalten alle Abonnenten Zugriff auf die zurückliegenden Jahrgänge mit mehr als 50 Praxisberichten aus allen Bereichen der Beruflichen Teilhabe.
Also nicht mehr länger zögern: Abonnieren können Sie KLARER KURS über unsere Abo-Seite oder mit diesem Faxformular.
Bei einem Testabo über drei Ausgaben zahlen Sie nur für zwei.
Werkstätten auf dem Weg zur Inklusion

Mitten im Arbeitsleben
Werkstätten auf dem Weg zur Inklusion
Jochen Walter / Dieter Basener (Hg.)
ISBN 978-3-9812235-4-5
216 Seiten, 19,80 Euro zzgl. Versandkosten
Mit dem Thema Werkstätten und Inklusion haben Jochen Walter und Dieter Basener als Herausgeber dieser Neuerscheinung offensichtlich einen Bedarf getroffen. Schon vor Erscheinen war ein Teil der Auflage vorbestellt.
Der Sammelband zeigt an zehn Beispielen unterschiedliche Wege auf, wie Werkstätten sich dem Thema Inklusion nähern können. Reportagen veranschaulichen ergänzend die Sichtweise der Beschäftigten.
Den Abschluss der praxisnahen Sammlung bildet ein Round-Table-Gespräch mit den Geschäftsführern der Bundesarbeitsgemeinschaften WfbM, Unterstützte Beschäftigung und Integrationsfirmen.
Es beleuchtet den zum Teil schillernden Umgang mit dem Inklusionsbegriff und wirft einen Blick in die Zukunft der beruflichen Teilhabe.
Hier eine der zehn Kurzreportagen aus diesem Buch. Sie stammt aus der Virtuellen Werkstatt Saarbrücken.
Meine Arbeit gibt meinem Leben Normalität zurück

Für Thomas Niesen ist der Frühstücksbereich im Parkhotel Albrecht in Völklingen seit Jahren eine Art Zuhause.
Hier trägt er Verantwortung, bedient die Gäste, bestückt das Büffet, sorgt dafür, dass der gute Ruf des Hotels nicht leidet. In der Livree des Hotelbediensteten versorgt er die Frühstücksgäste. Dabei ging seine berufliche Orientierung ursprünglich in eine ganz andere Richtung.
"Nach der Schulzeit hatte ich eine Optikerlehre begonnen", sagt er, "als mich meine Krankheit erwischte. Mit der Lehre war es vorbei und auch mein Versuch, einen längerfristigen Arbeitsplatz bei dem Stahlunternehmen Dillinger Hütte zu erhalten, war nicht erfolgreich."
Seit 1996 war der heute 37-Jährige beschäftigungslos und wurde schließlich berentet. Aber er gab nicht auf: "Ich wollte mich mit dem Rentnerdasein nicht abfinden und ließ mich auf die Warteliste der Virtuellen Werkstatt in Saarbrücken setzen. Nach einiger Zeit erhielt ich einen Platz. Die Werkstatt vermittelte mir eine Stelle im Parkhotel Albrecht, weil ich gerne in der Gastronomie tätig werden wollte."
Das Hotel gehört zu den Nobeladressen in der Industriestadt Völklingen. Gäste der Saarstahl AG und die Besucher des Weltkulturerbes Völklinger Hütte steigen gern hier ab.
Hotelchef Markus Albrecht war schnell bereit, es mit Thomas Niesen zu versuchen: "Wir wollten soziale Verantwortung übernehmen", sagt er, "und es mit dem jungen Mann probieren. Mittlerweile sind wir froh darüber. Wir haben mit Herrn Niesen eine sehr positive Erfahrung gemacht."
Thomas Niesen fühlt sich wohl in seinem Team: "Das Arbeitsklima ist sehr gut hier und die Arbeit gibt meinem Leben ein Stück Normalität zurück." Durch den Pionierstatus der Virtuellen Werkstatt nehmen sogar die Medien Notiz von seinem besonderen Arbeitsplatz. "Ich war bereits in einem Fernsehbeitrag zu sehen", so Thomas Niesen, "und auch die Saarbrücker Zeitung hat einen Artikel über mich gebracht."
Die Überschrift des Zeitungsberichts lautete übrigens: "Wo Arbeit gesünder macht." Ein Titel, den Thomas Niesen unterschreiben kann.
Hier geht's zur Bestellung und zu weiteren Informationen zum Buch.
Das komplette Programm des Verlags und des 53° NORD-Medienversands finden Sie hier.
Die Leistungen des Vereins UN-Konventionell e.V.
Die UN-Konvention und Werkstätten – diesem Thema widmet sich auch ein neuer Verein mit dem Namen UN- Konventionell - Netzwerk für Sozialraum-Arbeit e.V.
Gegründet wurde er auf der Fachtagung "Sozialraumorientierung konkret" in Hamburg am 21.4.2010.
Eine erste Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung, gekoppelt mit einer bundesweiten Fachtagung, fand am 15. und 16. November in Kassel statt. Hier wurden die Aufgaben und die Leistungen für die Mitglieder konkretisiert. Zu ihnen zählen
- die Gründung regionaler Netzwerke, die fachlichen Austausch, Informationsfluss und wechselseitige Hilfestellung ermöglichen
- der Aufbau einer Kommunikationsstruktur unter den Netzwerkpartnern
- die Sammlung guter Praxisbeispiele, Musterverträge etc. und deren Veröffentlichung auf der Vereinswebsite
- der Versand eines regelmäßigen Newsletters
- die Organisation von Fortbildungen und Fachtagungen mit Vergünstigungen für Vereinsmitglieder
- die Festlegung von Qualitätsstandards für die Arbeit im Sozialraum
- die Initiierung und Durchführung von Projekten zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen und zur Erarbeitung des eines methodischen Instrumentariums der Sozialraumorientierung,
- Hilfen bei der Erstellung von Gefährdungsanalysen für Arbeitsplätze im allgemeinen Arbeitsmarkt
- Die Etablierung von Expertenteams behinderter Menschen, die für Kommunen und Unternehmen überprüfen, inwieweit deren Ausstattungen und Leistungen behindertengerecht sind.
Die Mitgliedsbeiträge des Vereins liegen für Einzelpersonen bei 60, für Organisationen bei 300 Euro.
Kontakt:
UN-Konventionell Netzwerk für Sozialraum- Arbeit e.V.
Dr.-von-Schmitt-Straße 19
96050 Bamberg
Telefon: 0 951 - 1 329 120
Weitere Informationen und Aufnahmeanträge finden sich unter: www.un-konventionell.info
Zu guter Letzt: Georg Paulmichl
Der November steht im Zeichen von Allerheiligen und Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag. Auch unser Lieblingsautor Georg Paulmichl hat sich Gedanken über den Tod gemacht. Hier sein wie gewohnt äußerst bildstarker Text:
Tod
Der Tod schreitet mit schnittigem Gebein.
Das Leben zerrinnt wie im Buche.
Überall sucht der Tod seine Einflußnahme zu bevollmächtigen.
Sensenmänner dirigiert er über Hügel und Täler.
Der Tod treibt das Leben vor sich her.
Auch der Bürgermeister wird eines Tages zum Knochengebein verworfen.
Alle treibt er in finstere Grabesgruft.
Nichts mehr bleibt übrig, nur ein Häufchen Elend.
Mit diesen nachdenklichen Novembergedanken verbleiben wir für diesmal
mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von
53° NORD Agentur und Verlag
Ein Geschäftsbereich der Elbe-Werkstätten GmbH
Behringstraße 16a
22765 Hamburg
Telefon: 040 – 414 37 59 88
Mail: info@53grad-nord.com
Internetpräsenz: www.53grad-nord.com