Was Spagat erfolgreich macht

Übersicht

  1. Rückblick auf den Drei-Länder-Kongress in Dornbirn
  2. Veranstaltung Arbeit und Beschäftigung für ältere MitarbeiterInnen in WfbM
  3. Leben Pur - Kommunikation in der 53°Nord-Online-Buchhandlung
  4. Zu guter Letzt: Georg Paulmichl zur Weinlese
 

Rückblick auf den Drei-Länder-Kongress und die Erfolgsfaktoren von Spagat

Der Drei-Länder-Kongress zur Inklusion im Vorarlberger Dornbirn erwies sich als Vier-Länder-Veranstaltung. Neben Teilnehmern aus Österreich, der Schweiz und Deutschland beteiligte sich eine starke Gruppe aus dem italienischen Südtirol.

Foto Veranstaltung

Erwartungsgemäß zeigten sich die Verschiedenheiten in der Gesetzgebung und Finanzierung von Teilhabeleistungen, aber auch starke Gemeinsamkeiten in der Zielsetzung der Teilnehmer.

Die nationale Gesetzgebung erwies sich überall als schwerfällig, Beweglichkeit und Flexibilität gab es jeweils auf regionaler Ebene. In Deutschland übernahm beispielsweise das Land Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle, in Österreich war es Vorarlberg.

Was in Sachen Inklusion bei gutem Willen und hohem Engagement aller Beteiligten möglich ist, bewies vor allem der Integrationsfachdienst IfS Spagat. Er hat das Prinzip der Unterstützten Beschäftigung um Elemente erweitert, die ihn in den zwölf Jahren seines Bestehens zum erfolgreichsten Dienstleister seiner Art in Europa machte.

70 Prozent der Schulabgänger mit "erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf" finden in Vorarlberg mittlerweile einen tariflich entlohnten Arbeitsplatz.

Dieser Erfolg ist auf folgende Besonderheiten zurückzuführen:

  • Ein frühes und überzeugendes Angebot an Beratung und beruflicher Orientierung in der Schule
  • Ein sehr effizienter Zeit- und Mitteleinsatz mit einer Vielzahl kurzzeitiger Schnupperpraktika
  • Die Nutzung von sozialen Netzwerken der Familie und des Sozialraums in Unterstützungskreisen
  • Das "Kleine-Finger-Prinzip" für Unterstützer und Betriebe - gefragt sind minimaler Zeiteinsatz bzw. ein Minimum an Verbindlichkeit für ein erstes Praktikum
  • Eine Finanzierung mit drei Säulen: Lohnkostensubvention, Zuschüsse für Mentorentätigkeit und Bezahlung der Personalleistungen von Spagat
  • Die grundsätzliche Benennung von Mentoren im Betrieb
  • Das Ermöglichen von Mehrfachjobs - mehrere Arbeitsstellen bei einem Anstellungsträger und "Arbeitnehmerüberlassung"
  • Individuelle Ausgestaltung der Arbeitszeit - Teilzeit ist eher die Regel als die Ausnahme
  • Das Wichtigste: Spagat-Leistungen stehen vor allem Menschen mit hoher Beeinträchtigung offen, auch sie werden sozialversicherungspflichtig beschäftigt und tariflich entlohnt. Und in Zusammenhang damit:
  • Wie in der Werkstatt steht nicht so sehr die erbrachte Arbeitsleistung im Mittelpunkt. Arbeit im Betrieb wird als berufliche Teilhabe verstanden und als solche von den Betrieben auch akzeptiert.

Fazit: Von dem Kongress ging eine große Ermutigung aus. So schrieb uns Stefan Wegner, Leiter des WerkHauses Feuerbach in Stuttgart: "Ich empfand den Kongress als sehr befruchtend, (...) weil die Referenten sehr kompetent und versiert ihre Themen auf den Punkt gebracht haben. Zudem konnte ich einen 'Ruck' spüren, der durch alle Anwesenden aus allen beteiligten Ländern ging, sich in Richtung Inklusion aufzumachen."

 

53° Nord Veranstaltungen

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17. und 18. November 2011
Arbeit und Beschäftigung für ältere MitarbeiterInnen in WfbM
Fachtagung


Wie in der Gesellschaft wächst auch in den WfbM die Alterspyramide im oberen Bereich stark an. Zusätzlich gibt es viele Beschäftigte in Werkstätten, die behinderungsbedingt, krankheitsbedingt oder aus anderen Gründen in ihrer Leistung stark eingeschränkt sind. Welche Arbeitsangebote kann man für diesen Personenkreis schaffen? Welche Strukturen, Rahmenbedingungen und Konzepte gibt es bereits in Deutschland? Die Tagungsteilnehmer lernen die Arbeit anderer WfbM kennen und tauschen ihre Erfahrungen aus.

  • Demografische Entwicklung bei Menschen mit Behinderungen: Ylva Köncke, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
  • Regnitz Werkstätten, Erlangen - Christian Schadinger
  • Caritas Werkstätten Arnsberg - Stefanie Bierwagen
  • Heike Bücheler: Mit 66 Jahren - Graue Panther oder altes Eisen

Termin: 17. und 18. November 2011
Ort: Anthroposophisches Zentrum Kassel e.V., Wilhelmshöher Allee 261 , 34131 Kassel
Kosten: 290 Euro zzgl. 7% MwSt.

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Ihre Online-Buchhandlung 53°Nord

Im Medienvertrieb:

Buchcover

Gerhard Grunick, Nicola J. Maier-Michalitsch (Hg.)

Leben Pur - Kommunikation
bei Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen

Der vorliegende Band, in der Reihe Leben Pur im Eigenverlag des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. erschienen, dreht sich um das Thema Kommunikation: Das Leben von Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen ist häufig von dem Problem geprägt, sich nicht so ausdrücken zu können, dass sie von ihrer nahen Umgebung eindeutig verstanden werden.

Die Folgen dieser mangelhaften Kommunikation können Rückzug, Frustration und in manchen Fällen sogar auto- oder fremdaggressives Verhalten sein. Im Vorwort erinnern die Herausgeber daran, dass es oft andersherum ist: "Es sind nicht immer die Menschen mit Behinderung, die sich nicht ausdrücken können. Es sind auch wir, die ‚Fremdsprachen' lernen müssen, um andere zu verstehen."

Der Sammelband enthält Beiträge zur Unterstützten Kommunikation, Sensomotorischen Kooperation, zu Taktilem Gebärden, Besonderheiten der Kommunikation bei Menschen mit Sehschädigung oder bei sehr kleinen Kindern und behandelt Themen wie Kommunikation im Alltag oder Kommunikation im System der Sozialgesetzgebung.

Beispiele aus der Praxis ergänzen diesen lesenswerten Band: Im siebten Kapitel "Betroffene schildern ihre Erfahrungen" folgt der eindrucksvolle Bericht eines jungen Mannes, der gelernt hat, mit einem Talker zu kommunizieren: "Ich rede nur anders als Sie."

280 Seiten, Düsseldorf 2010
ISBN 978-3-910095-74-8
Preis inklusive MwSt.: 17,40 Euro zzgl. Versandkosten

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Zu guter Letzt: Georg Paulmichl

Buchcover Georg Paulmichl

Wie gewohnt enden wir an dieser Stelle mit Georg Paulmichl. Heute schildert er uns - passend zur Jahreszeit - seine Gedanken zur Weinlese.

Weinlese haben wir dem Band "INS LEBEN GESTEMMT" von Georg Paulmichl entnommen, den Sie in unserer Online-Buchhandlung hier bestellen können.

Das komplette Verlagsprogramm finden Sie hier.

Weinlese

In Südtirols Mägen wütet der Weinbrand.
Kostbare Trauben überwuchern die Rebbestände.
Ganze Landschaftserhebungen tragen die Weinrosinen auf ihrem Rücken.
Schwere Trauben werden in den Bottich gedrückt.
Weinduft umschwingt die Sinne.
Tief im Wein steckt der Alkohol.
Der Durst ist das Element der Übeltätigkeit.
Rauschgesänge verhelfen der Sprechblase zum Durchbruch.
Der Wein bringt in Südtirol fruchtbare Gemütlichkeit.

 

In diesem Sinne - wohl bekomm's!

 

Ihr Team von
53° NORD Agentur und Verlag

Ein Geschäftsbereich der Elbe-Werkstätten GmbH

Behringstraße 16a
22765 Hamburg
Telefon: 040 – 414 37 59 88

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