Wie kann die WfbM inklusiver werden?

Übersicht

  1. Wie kann die WfbM inklusiver werden?
  2. Zusatztermine für Seminare
  3. Vom Betreuten zum Experten
  4. Zu guter Letzt: Georg Paulmichl

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die meisten Werkstattbeschäftigten werden ihr gesamtes Arbeitsleben in der WfbM verbringen. Weil das so ist, müssen die Werkstätten nach eigenen Wegen zur Inklusion suchen. Und das betrifft nicht nur ausgelagerte Arbeitsplätze, sondern es findet seinen Niederschlag in der Philosophie und inneren Haltung der Werkstatt. Zwei Prüfsteine finden Sie in diesem Newsletter.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team von 53° NORD

 

Wie kann die Werkstatt inklusiver werden?

Die Frage, wie die Werkstatt in ihren Angeboten, Strukturen und Organisationsformen inklusiver werden kann, beschäftigt das Team von 53° Nord schon seit Längerem. Der Verlag plant zurzeit eine Buchveröffentlichung mit praxiserprobten Lösungen zu diesem Thema.

Unter dem Stichwort "kultursensible Werkstatt" wird sie unter anderem untersuchen, wie Werkstätten stärker auf die Bedürfnisse von Beschäftigten mit Migrationshintergrund eingehen können.

Zu dieser Problematik erscheint auch ein Beitrag in der neuen Ausgabe des Magazins Klarer Kurs. Er stellt das Konzept "Kultursensible Werkstatt" der Berliner BWB dar. Das Veranstaltungsprogramm von 53° Nord greift das Thema ebenfalls auf.

Am 14. und 15. Juni findet dazu in Berlin eine Tagung statt. Unter dem Titel "Migration und Behinderung" stellen sich Konzepte zur Diskussion, mit denen Werkstätten Menschen mit besonderer ethnischer oder religiöser Prägung erreichen, ihnen in der WfbM einen Platz geben, Vorurteile abbauen und Diskriminierung verhindern.

Foto Wie kann die Werkstatt inklusiver werden?

Eine andere Annäherung an das Thema Inklusion ist die Re-Organisation von Arbeitsstrukturen in der Produktion. Die Frage lautet, ob es gelingen kann, die hierarchische Organisationsform in Werkstätten zu ersetzen durch eine stärker teamorientierte Struktur, wie sie in der Wirtschaft üblich ist.

Auch zu diesem Ansatz bietet das 53° Nord-Veranstaltungsprogramm eine Fachtagung.

Sie findet am 26. und 27. Juni in Kassel statt und trägt den Titel "Erfahrungen mit dem Teamprinzip in Werkstatt-Arbeitsgruppen".

 

Zusatztermine für Seminare

Mehrere Veranstaltungen aus dem Frühjahrsprogramm von 53° Nord sind ausgebucht und es gibt Zusatztermine. Dies betrifft die Seminare:

  • Vermittlung psychisch Erkrankter aus WfbM in Betriebe des ersten Arbeitmarktes,
    27. und 28. Februar in Stuttgart
    Es gibt es noch wenige Plätze im Ausweichtermin am 2. und 3.Juli 2012

  • Design & Produktentwicklung in der Eigenfertigung,
    20./21.März in Frankfurt
    Auch der Ausweichtermin am 2. und 3. Mai 2012 ist voll und für das Jahr 2012 gibt es eine letzte Möglichkeit am 1./2. Oktober.

  • Ausgestaltung des Eingangsverfahrens für psychisch behinderte Menschen,
    26./27. März in Frankfurt
    Hier ist ein Zusatztermin im September/Oktober in Vorbereitung.

Ort, Zeiten und Inhalte der Veranstaltungen bleiben jeweils identisch. Buchen können Sie, wie immer, über unsere Internetpräsenz.

 

"Vom Betreuten zum Experten" – ein Beitrag in der neuen Ausgabe von KLARER KURS

Foto Vom Betreuten zum Experten

Die NUEVA-Qualitätsgemeinschaft aus Berlin erhielt auf der ConSozial 2011 den Managementpreis. Zu Recht, denn das Konzept ist in mehrfacher Hinsicht zukunftsweisend:
Bei NUEVA führen Menschen mit geistiger Behinderung in Einrichtungen der Behindertenhilfe Nutzerbefragungen durch.

Weil sie selbst Nutzer sozialer Dienstleistungen sind, wissen sie, was die Bewohner oder Werkstattbesucher brauchen und sie kommunizieren mit den Befragten auf gleicher Wellenlänge. Für diese Tätigkeit wurden sie ausgebildet, sie arbeiten als gleichberechtigte Evaluatoren im Team und werden tariflich entlohnt.

Entwickelt hat das Konzept die Gesellschaft atempo in der Steiermark, wo diese Form der Nutzerbefragung mittlerweile zum Standard geworden ist. In Berlin bildet die Lebenshilfe Bildung GmbH in Kooperation mit der NUEVA-Qualitätsgemeinschaft derzeit 14 Evaluatoren aus, finanziert aus Mitteln der Ausgleichsabgabe.

In der neuen Ausgabe von KLARER KURS lesen Sie alles über die Inhalte der Ausbildung, die berufliche Perspektive der Auszubildenden und die Auswirkung der neuen Rolle auf die künftigen Qualitätsprüfer.

Der NUEVA-Bericht ist nur eine von sieben Reportagen in der neuen Ausgabe des Magazins. Wie immer hat die Redaktion Innovationen und fortschrittliche Praxisbeispiele aufgespürt und stellt sie zur Diskussion. KLARER KURS ist eine Fundgrube für alle, die ihr Angebot zur beruflichen Teilhabe weiterentwickeln wollen.

Mehr Informationen zum KLARER KURS und zum Probe- und Dauerabonnement finden Sie hier.

 

Zu guter Letzt: Georg Paulmichl

Zeichnung Peppi Tischler

In diesem Beitrag gibt uns Georg Paulmichl einen knappen, aber prägnanten Einblick ins Vinschgauer Dorfleben.


"Beim Kirchgang staunt der Dorfbewohner über die Marienerscheinung"

Hinter den Hausmauern verbringt der Dorfbewohner sein Weltvergnügen.
Weinsorten und Schnapsgebräu führt er zur Auflockerungsübung der Rachenöffnung zu.
Beim Kirchgang staunt der Dorfbewohner über die Marienerscheinung.
Der Dorfpolizist überwacht die Diebstahllust zur späten Abendstunde.

 

Entnommen haben wir den Beitrag wie üblich dem 2006 bei der Tappeiner AG in Lana, Südtirol, erschienenen Buch "Auf den Punkt genau...", die Zeichnung stammt von Peppi Tischler. Zu beziehen ist das Buch über den Medienversand von 53° NORD zum Preis von 20 Euro zzgl. Versandkosten.

 

Das komplette Verlagsprogramm finden Sie hier.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von
53° NORD Agentur und Verlag

Ein Geschäftsbereich der Elbe-Werkstätten GmbH

Behringstraße 16a
22765 Hamburg
Telefon: 040 – 414 37 59 88

E-Mail: info@53grad-nord.com
Internetpräsenz: www.53grad-nord.com