
Das 53° NORD Magazin. Offen für neue Ideen.
KLARER KURS hält Sie auf dem Laufenden: über berufliche Bildung, Arbeit und Produktion, über Trends und zukünftige Entwicklungen. Das Magazin für berufliche Teilhabe erscheint vierteljährlich und informiert kompetent, praxisnah und lösungsorientiert: mit Reportagen, Porträts, Hintergrundberichten, Kommentaren und Diskussionsbeiträgen. Die Beiträge sind umfassend recherchiert und passend ins Bild gesetzt, um Ihnen vielseitige Anregungen zu geben.
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Editorial der aktuellen Ausgabe
LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,
In dieser Ausgabe von KLARER KURS finden Sie zwei Beiträge aus der Berliner Werkstättenlandschaft. Berlin stellt auf der bundesweiten Landkarte der WfbM eine Besonderheit dar. Nicht weniger als 17 Werkstätten tummeln sich in der Hauptstadt, fünf davon sind Neugründungen, entstanden in den letzten fünf Jahren. Offensichtlich hat der Berliner Senat auf Wettbewerb gesetzt und dies hat sich in vielerlei Hinsicht ausgezahlt. Werkstattinteressenten können unter 90 Standorten und Angeboten auswählen. Eine solche Dichte von Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten, eine solche Fülle unterschiedlicher Angebote gibt es sonst wohl nirgends in der Republik.
Jede Werkstatt versucht ihr eigenes Angebot zu definieren und auch die alt eingesessenen „Schlachtschiffe“ wie die Berliner Werkstätten oder die Mosaik-Werkstätten haben ihr Profil noch einmal deutlich geschärft.
Trotz des Konkurrenzdrucks: Die Zusammenarbeit in Berlin ist gut. Davon konnten sich in den letzten beiden Jahren z. B. die Besucher der Werkstättenmesse in Nürnberg überzeugen. In einer imposanten „Berliner Straße“ stellten die Hauptstädter gemeinsam ihr Angebot vor.
Fazit: Konkurrenz hebt offensichtlich die Qualität und in Berlin scheint bisher niemand auf der Strecke geblieben zu sein.
In Hamburg geht der Senat im Moment die andere Richtung. Der schon seit Längerem betriebene Weg eines Zusammenschlusses der drei in städtischem Besitz befindlichen Werkstätten wird beschleunigt, der Eigentümer verordnet eine Fusion. Ob das der Qualität gut tun wird? In fünf Jahren wird man sicher auch dies beurteilen können.
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