UB's - was ist in Bremen los?
Job-Coachs in Erklärungsnot
Fragen nach ihrem Beruf bringen Job-Coachs manchmal in Erklärungsnot. Denn nur Wenige in Betrieben und Unternehmen wissen, was ein Job-Coach überhaupt ist, was er oder sie leisten und nicht leisten kann. Wie soll man jemanden dann in wenigen Worten das umfassende Arbeitsprofil beschreiben? Wie die dazugehörigen Berufserfahrungen? Noch dazu, wenn die Aufgaben so vielfältig sind wie die Menschen, die Job-Coachs in einer Unterstützten Beschäftigung begleiten. Ihre Erklärungsnot verweist auf ein weitere Schwierigkeit: Wie können sich Job-Coachs au...
Problem: Fehlzeiten
Am ersten Tag ging er zu Arbeit. Am zweiten blieb er weg, ohne Bescheid zu geben. Da rief der Betrieb bei InbeQ Bremen an und wollte wissen, wo Frank Müller* (24.8.) sei und ob er am nächsten Tag wiederkomme. Er kam, verschwand aber nach der Frühstückspause ohne etwas zu sagen. Wieder rief der Betrieb an. Diesmal um das Praktikum zu beenden. Für die UB-Mitarbeiter eine schwierige Situation, da sich Frank Müller beim vorherigen UB-Praktikum ähnlich verhielt. Eine erneute Suche nach einem Praktikum gestaltet sich ebenfalls als schwierig. Denn wie...
Zukunftswünsche der besonderen Art
„Bis 2013 will ich soviel Geld verdienen, um nach Amerika auswandern zu können. Dann werde ich im Vergnügungspark Seaworld in Orlando arbeiten.“ So stellt sich Dennis Fink* seine Zukunft vor. Das haben die beiden UB-Mitarbeiter nach zahlreichen Versuchen mit Gebärdendolmetschern schließlich von ihm erfahren (siehe 20.7. und 31.8.2009). Nun erweist es sich als äußerst schwierig, einen Gehörlosen in ein Praktikum zu vermitteln. „Wir haben mit über 20 Betrieben Kontakt aufgenommen, ohne eine einzige Aussicht“, erzählt UB-Mitarbeiterin Susan Cathri...
Wenn das richtige Maß fehlt ...
„Ach, so eine intensive Begleitung ist bei ihm bestimmt nicht nötig!“ Da hatte sich der Schlossermeister jedoch getäuscht. Bei der Anfrage des Praktikums für Florian Schwarzer* (siehe 20.7.09) zeigte er sich sofort offen und erfahren, da viele seiner Lehrlinge einen problematischen Hintergrund mitbringen. So konnte der UB-Teilnehmer nach langer Krankheit endlich in der Schlosserei mit seinem Orientierungspraktikum anfangen. Markus Kroes begleitete ihn in den ersten Tagen als UB-Mitarbeiter, fachkundiger Industriemechaniker und Ergotherapeut. Sc...
Einmischen oder nicht? Eine heikle Frage.
Oft sind Arbeitgeber im Umgang mit UB-Praktikanten verunsichert: Worauf sollen sie achten, was dürfen sie fordern und was müssen sie vermeiden? Die meisten nutzen die Gelegenheit und sprechen darüber mit den UB-Mitarbeitern. Der Bremer Blumenladenbesitzer wusste nicht, ob er die Praktikantin Gabi Meier* auf ihre psychischen Probleme ansprechen soll. Daher erkundigte er sich bei Susan-Cathrin Dübbers-Olms. Die überließ es der Teilnehmerin zu entscheiden, wie sie mit diesem Anliegen umgehen möchte. Sie einigten sich darauf, dass Gabi Meier ...
Gute Aussichten in Bremer Kita
„Wenn ich bei Sabine Schmidt* vorbeikomme, sitzt meist ein Kind auf ihrem Schoss“, erzählt UB-Mitarbeiterin Susan-Cathrin Dübbers-Olms von ihren regelmäßigen Besuchen in einer städtischen Kita. „Sie blüht dort auf und ist hochmotiviert!“ Kein Wunder, da sich ihr Wunsch erfüllte. Denn nach ihrem ersten Praktikum in einem Seniorenheim sagte die UB-Teilnehmerin, sie wolle für Kinder kochen. Trotz Sommerferien fand sich ein Platz in einer von Eltern organisierten Kita – jedoch mit kaum Aussicht auf Übernahme (wir berichteten 17.8.09). Die B...
Von Wartelisten und Überbelegung
„Endlich können wir mit UB die Angebotslücke füllen und haben eine echte Alternative zur Werkstatt!“ Torsten Enneking leitet den Kompetenzbereich Berufliche Leistungen im Oldenburger Zentrum zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation (ZmbR). Anfangs war das Zentrum vor allem für psychisch Kranke aktiv, dann öffnete es sich für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Es trat schon vor Jahren der Bundesarbeitsgemeinschaft UB bei, um neben dem Werkstattbetrieb die Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt stärker zu verfolgen. Mit ...
Neues von der gpe aus Mainz
Nun doch UB: Die Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen gpe Mainz konnte wider Erwarten die Maßnahme UB starten. Ein Anbieter aus Fulda hatte ein Nachprüfungsverfahren für ganz Rheinland-Pfalz beantragt (wir berichteten am 25. Mai 09). Daher musste die gpe trotz UB-Zuschlag wie andere Bewerber in Rheinland-Pfalz die Maßnahme aussetzen. Geschäftsführer Joachim Storck erleichtert: „Endlich hat man sich gerichtlich geeinigt und die Nachprüfung auf Fulda begrenzt.“ In der Zwischenzeit verhandelte die gpe mit der Arbeitsagentur über eine Alter...
Wie sich verständigen?
Hat er die Frage der Gebärdendolmetscherin verstanden? Dennis Fink* schüttelt immer wieder erregt den Kopf. Er scheint nur die Gebärde für Werkstatt zu erkennen, jedoch nicht die Frage, was er dort gearbeitet habe. Für die InbeQ-MitarbeiterInnen bleibt die Kommunikation mit ihm weiterhin problematisch (siehe 20. Juli). Markus Kroes konnte sich mit ihm, obwohl er einige Gebärden kennt, bei einem Treffen ausschließlich über Zettel verständigen. Auch die Dolmetscherin, die Susan-Cathrin Dübbers-Olms zu einem Gespräch dazubat, konnte nicht helfen. ...
Wie gut kennen sie sich?
Wie jemanden überzeugend vermitteln, den oder die man kaum kennt? Für die UB-MitarbeiterInnen eine Herausforderung. Immer wieder. Zwar geben Gespräche mit den TeilnehmerInnen wichtige Eindrücke und psychologische Gutachten einige Hinweise, dennoch können Nachfragen eines Betriebes auf ungeklärte Punkte stoßen. Da heißt es flexibel reagieren und das Anliegen wie auch die eigene Überzeugung nicht aus den Augen zu verlieren. Bei Marko Bruckner* (siehe 10. August) ist das einfach anders, weil die UB-Mitarbeiterin ihn schon über zwei Jahre lang kenn...



