53° NORD Agentur und Verlag

Ein Geschäftsbereich der GDW - Genossenschaft der Werkstätten f�inderte Menschen Hessen und Thüringen eG

Frankfurter Straߥ 227b
34134 Kassel

Telefon: 0561 | 47 59 66 - 53
Telefax: 0561 | 47 59 66 - 75

URI: https://www.53grad-nord.com

 
 

Schriftgröße:

04. - 05. Dezember 2017

Werkstatt ist nur eine Option

Konzepte und Praxiserfahrungen zur Berufsvorbereitung von Schülern

Wie eröffnet man SchülerInnen aus Förderschulen den Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt? Wie durchbricht man den Automatismus des Übergangs in die Werkstatt für behinderte Menschen, schafft Wahlmöglichkeiten und bietet ihnen die Chance, sich auch einen in der Werkstatt nicht zu ermöglichenden Berufswunsch zu erfüllen? Auf diese Fragen haben die Bundesländer in den letzten 15 Jahren Antworten gesucht und auch der Bund hat mit seiner Initiative Inklusion Wege aus der "Sackgasse Werkstatt" eröffnet.

Im üblichen Bewerberverfahren, das eine "Bestenauslese" darstellt, haben diese SchülerInnen in der Regel kaum eine Chance. Auch wenn ihre generelle Arbeitsfähigkeit oder Belastbarkeit oft gut entwickelt ist, verfügen sie nicht über die notwendige Flexibilität und Selbstorganisation, um im offenen Markt konkurrenzfähig zu sein. Die wichtigste Erkenntnis der Programme lautet daher: Für einen erfolgreichen Zugang der SchülerInnen zum Arbeitsmarkt müssen zwei Voraussetzungen gegeben sein: a) Man muss rechtzeitig mit der beruflichen Orientierung beginnen. b) Man muss jemanden damit beauftragen, sich intensiv um ihre Berufsorientierung und Einarbeitung zu kümmern. Dieser Kümmerer, neudeutsch "Jobcoach", muss die Vermittlungsaufgabe im Sinne der Beschäftigten und der Betriebe zielgerichtet in die Hand nehmen und alle Phasen der Vermittlung begleiten. Die Aufgabe des Jobcoachs ist es, speziell auf die Möglichkeiten und Bedürfnisse der Person zugeschnittene Tätigkeiten und Wege der Arbeitsausführung zu finden. Wenn das gelingt und die Person dadurch ihre Aufgabe zufriedenstellend erledigen kann, wird sie zu einem Gewinn und zu einer Bereicherung für den Betrieb.

Der geeignetste Mittler zwischen der schulischen und der Berufswelt ist in der Regel der Integrationsfachdienst, vorausgesetzt, er bekommt die Zuständigkeit für diesen Personenkreis übertragen und wird personell und finanziell ausreichend ausgestattet.

Diese Fachtagung greift die Erfahrungen der Fachdienste und Landesbehörden aus den zurückliegenden 15 Jahren auf und zeigt, wie berufliche Orientierung und Berufsvorbereitung in Schulen mit Hilfe externer Unterstützung gelingen kann. Praktiker berichten von ihren Vorgehensweisen, ihren Instrumenten und Methoden, Behördenvertreter von den für den Vermittlungserfolg notwendigen Strukturen, Kooperationen und staatlichen Leistungen. Die Tagung zeigt aber auch die noch immer bestehenden Unterschiede zwischen den Bundesländern und gibt Impulse für eine bundesweite Verbesserung und Vereinheitlichung.

Neben der Informationen in den Fachvorträgen und bleibt Raum für Diskussion, Austausch und Reflexion.

Das Tagungsprogramm finden Sie unten auf dieser Seite unter "Weitere Informationen anzeigen".

Zielgruppe

Eltern, Lehrer, Fachdienste, Mitarbeiter aus Verbänden und  Verwaltung

Referenten

Berthold Deusch, Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS), Karlsruhe
Monika Ehrhardt, IFD Würzburg, Würzburg
Sebastian Frischmuth, IFD Eberswalde, Eberswalde
Kirsten Hohn, Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V., Hamburg
Johanna Korte, LWL-Integrationsamt Westfalen, Münster
Susanne Müller, Hamburger Arbeitsassistenz, Hamburg
Eileen Witte, Landschaftsverband Rheinland, Köln

Termin

04. Dezember 2017, 10:30 - 17:00 Uhr, und 05. Dezember 2017, 09:00 - 15:00 Uhr

Veranstaltungsort

hoffmanns höfe | Heinrich-Hoffmann-Straße 3 | 60528 Frankfurt am Main

Preis

290,00 Euro zzgl. MWSt.

Dieser Preis beinhaltet die Tagungsgebühr und Tagungsverpflegung, keine Hotelübernachtung. Diese buchen Sie bitte eigenständig.

Anmeldung


            
Letzte Aktualisierung der Webseite am 05.08.2020