Warum hat die WfbM
einen schlechten Ruf?

Übersicht

  1. Die Gründe für den schlechten Werkstattruf
  2. Aus dem Veranstaltungsprogramm von 53° Nord
  3. Jobvision jetzt als CD erhältlich
  4. Zu guter Letzt: Georg Paulmichl

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es gibt in Europa etwa drei Millionen Werkstattplätze, mit ca. 300.000 verfügt Deutschland davon über ein Zehntel. Trotz der hohen finanziellen Aufwendungen und des als fortschrittlich gerühmten Rechtsanspruchs ist es mit dem Ruf der Werkstätten in Deutschland allerdings nicht zum Besten bestellt. "In anderen Ländern ist das Werkstattimage deutlich besser", lautet die Erfahrung des Europa-Experten Franz Wolfmayr. Worin er die Gründe sieht und was er der deutschen Gesetzgebung rät, lesen Sie in diesem Newsletter.

Lassen Sie sich von dem wechselhaften Wetter nicht unterkriegen und genießen Sie den August und die Olympischen Spiele.

 

Die Gründe für den schlechten Werkstatt-Ruf

Foto Franz Wolfmayr

"In Deutschland haben Werkstätten für behinderte Menschen einen sehr viel schlechteren Ruf in der Bevölkerung als in anderen europäischen Ländern."

Dies diagnostiziert Franz Wolfmayr, der Vorsitzende der EASPD, der Europäischen Vereinigung von Dienstleistern für behinderte Menschen. Die Organisation ist der Dachverband aller europäischen Werkstätten und Integrationsfachdienste.


In einem Interview mit dem Magazin KLARER KURS führt er das schlechte Image vor allem zurück auf das niedrige Entgelt. "Durchschnittlich 180 Euro Entgelt empfinden viele als ungerecht, unabhängig davon, wie viel Geld ansonsten ins System fließt." Er fordert, Werkstattbeschäftigten Arbeitnehmerrechte zu geben, sie mit einem Arbeitsvertrag auszustatten und tariflich zu entlohnen. "In anderen Ländern ist dies üblich", sagt er. "Dort zahlen die Werkstätten subventionierte Löhne zur Existenzsicherung, die ja ohnehin in der Regel durch staatliche Leistungen sichergestellt wird. Arbeitsverträge und Tariflöhne wären ein entscheidender Fortschritt für Menschen mit Behinderung und auch die schwierige Frage der Übergänge in den Arbeitsmarkt ließe sich damit leichter lösen."

Und noch eine Änderung in der deutschen Eingliederungshilfe fordert der EASPD-Vorsitzende ein: "Die Unterteilung in erwerbsfähige und nicht erwerbsfähige Menschen muss dringend geändert werden. Man braucht sie nicht, denn die Hilfe kann individuell gewährt werden." Mit der geplanten Zulassung "anderer Anbieter" allein würde der Gesetzgeber nach Meinung des Experten die Eingliederungshilfe noch längst nicht modernen Erfordernissen anpassen. Die Juristen sollten den Faden noch einmal aufnehmen.

Was Franz Wolfmayr außerdem über die EU-Strategie zur beruflichen Teilhabe sagt, wie er die Innovationsfreude der deutschen Werkstätten einschätzt und was er der BAG:WfbM für ihre Aktivitäten auf europäischer Ebene rät, lesen Sie in der nächsten Ausgabe von KLARER KURS. Sie erscheint am 20. August.

P.S.: Franz Wolfmayr hält in seiner Funktion als EASPD-Vorsitzender ein Eröffnungsreferat auf dem Werkstättentag in Freiburg.

Zum Abonnieren gehen Sie bitte auf unsere Abo-Seite.

 

Aus dem Veranstaltungsprogramm von 53° Nord

Foto Veranstaltung

Zusatztermine und Restplätze

TRÄGERZULASSUNG NACH AZAV

Die Nachfrage nach unseren AZAV-Schulungen ist groß. Für Hamburg und für Essen sind die ursprünglich angebotenen Termine bereits ausgebucht und wir haben jeweils am Folgetag einen Zusatztermin eingerichtet. Restplätze für das eintägige Seminar mit Harald Gehring gibt es noch

am 07. August 2012 in Hamburg
am 20. August 2012 in Essen
am 13. September 2012 in Bayreuth

Eine zweitägige Veranstaltung zum selben Thema bietet Wolfgang Klammer am 18./19. Oktober in Kassel.

Nähere Informationen unter dem jeweiligen Datum auf der 53° Nord Veranstaltungsseite.

 

Zu folgenden Veranstaltungen im September gibt es ebenfalls noch (Rest-)Plätze:

10. September 2012, Hamburg

ARBEIT MIT UND FÜR MENSCHEN MIT ERWORBENEN HIRNSCHÄDIGUNGEN

Fortbildung und Lokaltermin in der beruflichen Trainingswerkstatt der Elbe-Werkstätten

Termin / Dauer: Montag, 10. September 2012, 9 bis 16 Uhr
Teilnehmer: 18
Ort: Berufliche Trainingswerkstatt, Hamburg
Preis: 140 Euro zzgl. 7% MwSt.

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

10. bis 12. September 2012, Frankfurt/Main

ZERA-SCHULUNG

Fortbildung mit Frau Dr. Irmgard Plößl

Termin / Dauer: 10. September 2012, 10 Uhr, bis 12. September, 15 Uhr
Teilnehmer: 20
Ort: Hoffmanns Höfe, Frankfurt/Main
Preis: 350 Euro zzgl. 7% MwSt., Übernachtung zum Preis von 58 Euro pro Nacht möglich

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

12. und 13. September 2012, Kassel

"DAS KANN ICH AUCH LERNEN!" - Didaktik/Methodik in der Bildungsarbeit mit Menschen mit (geistiger) Behinderung

Fortbildung mit Heike Bücheler

Termin / Dauer: 12. September 2012, 10 bis 17 Uhr, und 13. September, 9 bis 15 Uhr
Teilnehmer: 30
Ort: Anthroposophisches Zentrum Kassel e.V.
Preis: 290 Euro zzgl. 7% MwSt.

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

17. und 18. September 2012, Hamburg

DAS INSTRUMENT "PERSÖNLICHE ZUKUNFTSPLANUNG"

Fortbildung mit Sandra-Nicole Rohr, Hamburger Arbeitsassistenz

Termin / Dauer: 17. September, 10:30 bis17 Uhr, und 18. September, 9 bis 16 Uhr
Teilnehmer: 20
Ort: Hamburger Arbeitsassistenz, Hamburg
Preis: 290 Euro zzgl. 7% MwSt.

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

17. und 18. September 2012, Essen

WIE VERBESSERN WIR UNSERE ÖFFENTLICHKEITSARBEIT IM NETZ? Barrierefreier Webauftritt und die sinnvolle Nutzung von Social Media

Fortbildung mit Dörte Stahl

Termin / Dauer: 17. September, 10:30 Uhr bis 18. September,15 Uhr
Teilnehmer: 20
Ort: Tagungshotel Franz, Essen
Preis: 290 Euro zzgl. 7% MwSt. Übernachtung zum Preis von 66 Euro pro Nacht möglich

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

Hier finden Sie das komplette Halbjahresprogramm von 53° Nord.

 

Aus dem Verlagsprogramm von 53° Nord

Foto Buchcover

ELBE-WERKSTÄTTEN GMBH

Jobvision - So will ich arbeiten
Das digitalisierte Handbuch auf CD (inkl. aller Materialien)

BAG Bildungspreis EXZELLENT: BILDUNG

Das Inhaltsverzeichnis als PDF finden Sie hier. Und hier geht es zur Bestellung.


Dieses Handbuch war vergriffen, jetzt ist es wieder da: Als CD-ROM mit allen Texten und 26 Anlagen im PDF-Format zum deutlich günstigeren Preis. Kostete die Buchversion noch 98 Euro, gibt es die CD jetzt für 35 Euro.

Das Handbuch Jobvision illustriert ein innovatives Konzept der Elbe-Werkstätten Hamburg zum Wiedereinstieg von psychisch erkrankten Menschen in den Arbeitsalltag. Es ermöglicht interessierten Werkstätten, die Maßnahme den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Hintergründe, Methoden, Inhalte und Abläufe sind übersichtlich und praxisnah dargestellt. Sämtliche Vorlagen lassen sich ausdrucken.

Preis der CD-ROM inklusive MWSt.: 35 Euro

 

Zu guter Letzt: Georg Paulmichl


Grafik - Peppi Tischler

Falls Sie, liebe Leser, Ihren Urlaub noch vor sich haben und nicht nach Mallorca oder die griechischen Inseln entfliehen, lassen Sie sich doch von der folgenden Schilderung von Georg Paulmichl animieren und verbringen ein paar Tage im Alpenland. Tanzen Sie zum Jodelgesang, lockern Sie Ihre Rachenöffnung mit Wein und Schnapsgebräu oder erhöhen Sie Ihre Fleißigkeit mit dem Besuch eines Melkkurses. Es ist eine gute Gelegenheit, Freundschaft mit gleichgesinnten Einheimischen zu schließen.


"Der Hauptort der Alpen ist die Schweiz"

Hinter den Strauchbüschen liegt das Alpenland in voller Pracht.
Das Alpenland ist ein Paradies für den Schmarrenverzehr.
Hinter den Hausmauern verbringt der Alpenbewohner sein Weltvergnügen.
Beim Jodelgesang wird das Tanzbein der Alpenbewohner aus der Erstarrung gelockt.
Weinsorten und Schnapsgebräu führt er zur Auflockerungsübung der Rachenöffnung zu.
Der Hauptort der Alpen ist die Schweiz.
In ihrer Freizeit besuchen die Schweizer einen Melkkurs zur Erhöhung der Fleißigkeit.
In den Dörfern hat der Alpenmensch seinen Regierungssitz.
Strenge Bürgermeister kontrollieren den richtigen Gebrauch der Fahnenstangen.
Beim Kirchgang staunen die Dorfeinwohner über die Marienerscheinung.
Die Diebstahlslust überwacht der Dorfpolizist im Schein des Alpenglühens.

Entnommen haben wir den Beitrag wie üblich dem 2006 bei der Tappeiner AG in Lana, Südtirol, erschienenen Buch "Auf den Punkt genau...", die Zeichnung stammt von Peppi Tischler.

Zu beziehen ist das Buch über den Medienversand von 53° NORD zum Preis von 20 Euro zzgl. Versandkosten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team vom
53° NORD Agentur und Verlag
Ein Geschäftsbereich der Elbe-Werkstätten GmbH

Behringstraße 16a
22765 Hamburg
Telefon: 040 – 414 37 59 88

info@53grad-nord.com
www.53grad-nord.com