Junge Wilde – Zukunft durch Arbeit?

Übersicht

  1. Junge Wilde – Zukunft durch Arbeit?
  2. Zusatztermine für ausgebuchte Seminare
  3. Werkstattangebote für psychisch behinderte Menschen
  4. Nützliche Links: www.europa-akademie.info
  5. Zu guter Letzt: Georg Paulmichl

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

unsere Suche war erfolgreich: Für unsere Veranstaltungen im süddeutschen Raum haben wir Partner gefunden, die uns in der Organisation und Durchführung unterstützen. Zwei Einrichtungen werden vom zweiten Quartal an erste Veranstaltungen für das Programm von 53° Nord durchführen. Diese Partner sind

  • die Werkstätten für behinderte Menschen gGmbH der Diakonie Bayreuth
  • und das Berufliche Bildungszentrum des Heggbacher Werkstattverbunds in Laupheim bei Ulm.

Die beiden Organisationen zeichnen sich durch engagierte Projekte aus und teilen unsere Ideen von fortschrittlichen Wegen zur Teilhabe behinderter Menschen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team von 53° NORD

 

Junge Wilde: Zukunft durch Arbeit?

Foto Junge Wilde

Die Junge Wilden, dieses Synonym hat sich in der bundesdeutschen Reha-Landschaft eingebürgert für einen Personenkreis, der durch die Raster fällt. Es sind junge Erwachsene mit großen Konzentrations- und Ausdauerproblemen, die viel Aufmerksamkeit benötigen und kaum in Arbeitsprozesse einzubinden sind.

Ihre Diagnose ist unspezifisch – es handelt sich nicht eindeutig um eine Intelligenzstörung oder eine psychische Erkrankung. Dennoch sind sie nicht ausbildungsfähig bzw. nicht in der Lage, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Der Grund für ihr Verhalten liegt häufig in einer nicht abgeschlossen emotionalen Reifung. Sie haben in ihrer Kindheit keine tragfähigen Bindungen aufgebaut, der Beziehungsaspekt überlagert alle zielgerichteten und langfristig angelegten Handlungen. Wer sich mit diesem Personenkreis beschäftigt, muss zunächst den pädagogischen Aspekt aufgreifen, bevor Qualifizierungs- und Arbeitsangebote greifen können.

Auf der Grundlage des Konzepts der Bindungstheorie haben einige Werkstätten Bedingungen geschaffen, um diesem Personenkreis gerecht zu werden.

Ein Kongress in Hamburg am 21. und 22. Mai stellt diese erfolgreichen Ansätze vor und beleuchtet den theoretischen Hintergrund, auf dem sie basieren.

Weitere Informationen finden sie hier.

 

Zusatztermine für ausgebuchte Seminare

Zwei Veranstaltungen aus dem Programm der kommenden Wochen sind bereits ausgebucht und es gibt kurzfristige Zusatztermine. Dies betrifft die Seminare:

  • Vermittlung psychisch Erkrankter aus WfbM in Betriebe des ersten Arbeitmarktes,
    27. und 28. Februar in Stuttgart
    Der Ausweichtermin ist der 2. und 3.Juli 2012

  • Design & Produktentwicklung in der Eigenfertigung,
    20./21.März in Frankfurt
    Ausweichtermin ist hier der 2. und 3. Mai 2012

Ort, Zeiten und Inhalte der Veranstaltungen bleiben jeweils identisch. Buchen können Sie, wie immer, über unsere Internetpräsenz.

 

 

Werkstattangebote für psychisch behinderte Menschen

Die Frühjahrstagung zur beruflichen Teilhabe psychisch Erkrankter in Mainz hat mittlerweile Tradition. Die diesjährige Tagung stellt das Werkstattangebot in den Zusammenhang eines Gesamtsystems beruflicher Teilhabe.

Sie thematisiert unter anderem, wie die Werkstatt sich in Angebot und Struktur an den Zielen der Inklusion ausrichten kann, wie sich Personenzentrierung verwirklichen lässt, wie sie sich mit der Region vernetzen und wie sie Übergänge in andere Arbeits- und Beschäftigungsformen schaffen kann.

Praxisbeispiele bieten Antworten auf diese Fragen und die Tagung diskutiert die Übertragbarkeit solcher Lösungen auf die Situation der Teilnehmer. Hier der Termin und der Titel der Veranstaltung:

Foto Mainz

17. und 18. April 2012
Werkstatt: der richtige Ort zur richtigen Zeit?
Werkstätten für psychisch behinderte Menschen als Baustein in der beruflichen Teilhabe

Ergänzt wird diese Tagung durch einen Lokaltermin bei der gpe Mainz am 19. April 2012.

Themen der Fachtagung

  • Werkstätten: Ein wichtiger Baustein in der beruflichen Teilhabe, nicht mehr und nicht weniger, Ulrich Krüger, Geschäftsführer der Aktion Psychisch Kranke
  • Was wir wollen – was wir brauchen, Vertreter des Landeswerkstattrats Rheinland-Pfalz
  • Bedarfsorientierung - Ein Beispiel für ein differenziertes und offenes Gesamtsystem beruflicher Teilhabe, Peter Soost, Geschäftsführer des Kieler Fensters
  • Personenzentrierung in der Praxis der WfbM, N.N.
  • Ausrichtung der Werkstattarbeit an den Zielen der Inklusion – Konsequenzen für Struktur und Angebot, Magnus Schneider, Geschäftsführer der LH Gießen (angefragt)
  • Maßnahmen- und Angebotsvielfalt in der WfbM, incl. Zugang zum Arbeitsmarkt, Marco Dobrani, Geschäftsführer der Heinrich-Kimme-Stiftung, Pirmasens, Vorsitzender der LAG WfbM Rheinland-Pfalz
  • Vernetzungen in der Region: Dienstleistungen in Firmen und Angebote in der Stadt, Regina Seibel-Schnell, Werkstattleiterin der gpe Mainz
  • Umstellung der Finanzierung auf den individuellen Bedarf, Renate Pfautsch, EVIM Wiesbaden
  • Diskussion: Wo ist der Platz der Werkstätten in einem künftigen System beruflicher Teilhabe?
Logo gpe

Donnerstag, 19. April
Lokaltermin gpe Mainz (optional)

Am dritten Veranstaltungstag können die Teilnehmer die Angebote der gpe Mainz kennen lernen.

Die gpe hat den von der BAG:WfbM proklamierten Wandel von der Werkstatt zum Beschäftigungsträger vollzogen und bietet neben den klassischen Angeboten über den werkstatteigenen Vermittlungsdienst und die Maßnahme Unterstützte Beschäftigung Zugänge zum Arbeitsmarkt.

Außerdem unterhält die gpe in ihrem Angebot eine Tagesstätte, mehrere Integrationsfirmen, Ausbildungs- und Zuverdienstmaßnahmen, ein Arbeitsdiagnostik- und ein Ergotherapieangebot sowie Integrationsmaßnahmen in Form beruflicher Weiterbildung.

Einzigartig in Deutschland ist das Café Unplugged, eine Anlaufstelle mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten für psychischer erkrankte Jugendliche.

Termin/Dauer
Fachtagung: 17. April, 10.30 Uhr, bis 18. April, 15.30 Uhr,
Lokaltermin: 19. April, 9.00 bis 15.00 Uhr

Ort
Erbacher Hof, Akademie und Tagungszentrum des Bistums Mainz, bzw. Räumlichkeiten der gpe

Preis
290,- Euro plus 7% MwSt. für die Fachtagung ohne Lokaltermin (17./18. April)
340,- Euro plus 7% MwSt. für die Fachtagung plus Lokaltermin; (17./18./19. April)

Übernachtungsmöglichkeiten in begrenztem Umfang vorhanden:
Tagungszentrum Erbacher Hof (nur vom 17.-18.4.möglich), Preis: 62 Euro
Integrationshotel INNdependence der gpe (vom 17.-19.4 möglich), 72 Euro (Übernachtungswunsch bitte auf der Anmeldung vermerken)

Hier können Sie das Anmeldeformular herunterladen!
Weitere Informationen finden Sie hier.

Zu unserem Gesamtprogramm 2012 kommen Sie hier.

 

53° NORD-Service

Foto

Nützliche Links zur beruflichen Teilhabe

www.europa-akademie.info

Unter diesem Link finden Sie von Beginn dieses Jahres an Seminare und Veranstaltungen zum Thema Teilhabe und Inklusion mit einer europäischen Dimension. Die Werraland Werkstätten in Eschwege haben ein Tagungshaus übernommen und behindertengerecht umgebaut. Sein Vorteil: Die zentrale Lage in Deutschland mit guter Erreichbarkeit aus allen Himmelsrichtungen.

Die Europa-Akademie hat sich mit fünf Organisationen aus europäischen Ländern vernetzt, ihre Beiträge fließen ein in das ambitionierte Jahresprogramm. Einen Schwerpunkt bilden die Seminare des Holländers Willem Kleine Schaars, der das Betreuungsmodell in sozialen Einrichtungen durch ein Selbstbestimmungsmodell ablösen will und dafür ein weitreichendes Konzept entwickelt hat. Es macht auch vor den Institutionsstrukturen, dem Management und dem Finanzierungssystem einer Einrichtung nicht Halt.

Der Titel eines Seminars im April lautet: Behindertenhilfe 2020 - Sind Wohn- und Werkstätten Relikte aus vergangener Zeit? Weitere Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Ausbildung von Werkstattbeschäftigten zu Produktionsassistenten oder mit Führungsthemen, etwa unter dem Stichwort "Macht und Verantwortung."

 

Zu guter Letzt: Georg Paulmichl

Zeichnung Peppi Tischler

Hoffentlich sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, gut ins neue Jahr gekommen und halten sich noch eine Weile an Ihre guten Vorsätze.

Der Wortakrobat Georg Paulmichl aus dem Südtiroler Vinschgau hat sich seine eigenen Gedanken zum Jahreswechsel gemacht.

Kritisch beobachtet er hohle Rituale, aber er setzt auch auf die Kraft des Optimismus: "Das Glück braucht auch im neuen Jahr ein paar freundliche Gesichter."

"Alle wünschen sich selbst das Beste"
Das alte Jahr wird beiseite geworfen.
Was vorbei ist, hat keinen Wert.
Jahraus, jahrein immer die gleichen Auf- und Abgesänge.
Alle wünschen sich selbst das Beste.
Vorsätze haben keinen Schwung.
Jeder Mensch bröckelt zur Asche.
Musikkapellen tragen Märsche vor die Wohnzimmer.
Die Feuerwehren holen die Neujahrsgelder, damit sie die Gerätehallen fortpflanzen.
Mit Gratulationswünschen wird die Einsamkeit neu behoben.
Das Glück braucht auch im neuen Jahr ein paar freundliche Gesichter.

 

Entnommen haben wir den Beitrag wie üblich dem 2006 bei der Tappeiner AG in Lana, Südtirol, erschienenen Buch "Auf den Punkt genau...", die Zeichnung stammt von Peppi Tischler. Zu beziehen ist das Buch über den Medienversand von 53° NORD zum Preis von 20 Euro zzgl. Versandkosten.

 

Das komplette Verlagsprogramm finden Sie hier.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von
53° NORD Agentur und Verlag

Ein Geschäftsbereich der Elbe-Werkstätten GmbH

Behringstraße 16a
22765 Hamburg
Telefon: 040 – 414 37 59 88

E-Mail: info@53grad-nord.com
Internetpräsenz: www.53grad-nord.com