53° Nord - wie es weitergeht

Übersicht

  1. 53° Nord – Kontinuität und Veränderung
  2. Auszug aus Klarer Kurs 1/2014: Mehr Werkstatt ins Museum!
  3. Münchener Fachtage 2014: Hilfe bei erworbener Hirnschädigung
  4. Zu guter Letzt: Georg Paulmichl …über Brauchtum und Tradition

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Planungen der GDW Hessen-Thüringen zur Fortführung von 53° Nord nehmen Gestalt an. Was Sie unter unserem Logo in den nächsten Jahren erwartet, finden Sie in diesem Newsletter. Dazu einen Auszug aus der nächsten Ausgabe von Klarer Kurs, den Hinweis auf die Münchener Fachtage 2014 in den Räumen der Stiftung Pfennigparade und – wie gewohnt – einen Beitrag von Georg Paulmichl.

Herzlichst
Ihr Team von 53° NORD

 

53° Nord - Kontinuität und Veränderung


    Logo 53° Nord       Logo GDW

Agentur und Verlag 53° Nord sind zum Jahresende von den Elbe-Werkstätten in die Trägerschaft der GDW Hessen-Thüringen übergegangen. Damit bleiben das Fortbildungsangebot, die Fachzeitschrift Klarer Kurs sowie der Verlag und Medienversand erhalten.

Uns haben in den vergangen Woche aber einige Anfragen nach der künftigen Ausrichtung und den Inhalten des 53° Nord-Angebots erreicht. Deshalb haben wir Stefan Werner, Vorstandsmitglied der GDW gebeten, Ihnen, unseren Lesern, die mit der Übernahme verbundenen Absichten und Ideen mitzuteilen. Hier seine Stellungnahme:

Mit 53° Nord verbinden uns vielfältige, längjährige Beziehungen: Als Veranstaltungspartner, als Abonnent und Leser sowie über enge persönliche Kontakte. Die GDW möchte „das Besondere“ von 53° Nord, also inhaltliche Ausrichtung, Unabhängigkeit sowie Qualität gerade bei Fortbildungen und Zeitschrift aufrechterhalten und weiterentwickeln. Dazu wird ein Teil des Mitarbeiter-Know-Hows an Bord bleiben und nun unter dem Dach GDW weiterabeiten. Satzungsmäßige Aufgabe der GDW ist es „Kommunikation zu organisieren“ und dies mit dem Ziel, behinderte Menschen am Arbeitsleben teilnehmen zu lassen. Das Programm von 53° Nord stellt hier eine gute Verstärkung unserer bisherigen Aktivitäten dar.

Nun sind wir mitten in der Phase die Abläufe von Hamburg nach Kassel umzustellen. Sollte es dabei manchmal etwas holpern, so bitten wir um Verständnis. 53° Nord freut sich darauf, Sie weiterhin als Kunde, Veranstaltungsteilnehmer oder Leser gut mit Informationen zu versorgen – egal unter welcher Organisationszugehörigkeit.

53° Nord wird sich im März mit einem Stand auf der Werkstättenmesse in Nürnberg präsentieren. Dort können Sie von den Akteuren und Verantwortlichen mehr zur inhaltlichen Ausrichtung erfahren sowie die Veranstaltungsangebote für das 2. Halbjahr 2014 und die neue Ausgabe der Fachzeitschrift Klarer Kurs in Augenschein nehmen. Sie finden den Stand in Halle 12 gegenüber dem GDW-Stand, Standnummer 640. Wir freuen uns auf Sie.

 

Mehr Werkstatt ins Museum!

Foto Freilichtmuseum am Kiekeberg

Auszug aus der nächsten Ausgabe von Klarer Kurs
Im Freilichtmuseum am Kiekeberg vor den Toren Hambugs arbeiten vierzehn Werkstatt-Beschäftigte der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg mit ihrem Gruppenleiter Michael Grebe und einer FSJlerin.

Sechzehn weitere sind in Wennerstorf in der ökologischen Landwirtschaft des Museums tätig. Im Organigramm ist die Gruppe als eigener Bereich mit der Bezeichnung Interner Service aufgeführt. Ihre Aufgaben liegen im Mailing, in Reinigungsarbeiten auf dem Gelände und im Gebäude, in der Vorbereitung von Veranstaltungen, einschließlich des Caterings und in der Versorgung der Museumstiere. Dazu kommt die Verantwortung für Büromaterialien, Speisen und Getränke und, wie schon zu Beginn, die Arbeit in der Metallwerkstatt. Neuerdings übernehmen Werkstattmitarbeiter auch Aufgaben im Rahmen des museumspädagogischen Dienstes.

Für die Abläufe am Kiekeberg ist das Werkstattteam mittlerweile unverzichtbar. Nahezu an jedem Ort und zu jedem Mitarbeiter gibt es Schnittstellen und Berührungspunkte. Gruppenleiter Michael Grebe sieht seine Rolle so: „Ich verstehe mich als Koordinator und wichtigster Ansprechpartner für mein Team. Die Aufträge kommen meist direkt von den Museumsmitarbeitern.“ In ihrem Selbstverständnis ist die Gruppe nicht Teil der Werkstatt, sondern Teil des Museums. Etliche persönliche Freundschaften sind zwischen der Lebenshilfe-Beschäftigten und den angestellten Mitarbeitern des Museums entstanden, die zu Einladungen und gemeinsamen Aktivitäten führen. Auch der Kontakt mit den Besuchern ist eng und die Wertschätzung hoch.

So viel Anerkennung macht selbstbewusst. Gruppenleiter Michael Grebe. „Wer hier arbeitet, empfindet seinen Arbeitsplatz als einen Glücksfall. Wir haben wenig Fluktuation und die Motivation ist groß.“ Lars Meier verschafft seine Arbeit im Kiekeberg-Museum in seinem Bekanntenkreis viel Anerkennung. „Den Kiekeberg kennt jeder“, weiß er. „Wenn ich sage, dass ich hier arbeite, nickt jeder anerkennend.

In der Kooperation des Museums mit der Lebenshilfe sieht Museumsleiter Prof. Rolf Wiese eine Win-Win-Situation. „Für die Lebenshilfe ist dies ein Vorzeigeprojekt, mit dem sie in der Öffentlichkeit punkten kann und dasselbe gilt auch für uns. Unser soziales Engagement gibt uns einen Bonus bei der Verteilung von Fördergeldern. Die Mitarbeiter haben einen attraktiven Arbeitsplatz und auch für das Museumspersonal ist die Zusammenarbeit eine wichtige Erfahrung.

Ist das Konzept der Museumsarbeitgruppe auf andere Werkstätten übertragbar? Die Antwort lautet: Ja, versehen mit einem Aber. Das Ja: Das Museum ist ein nahezu idealer Arbeitsplatz mit vielen unterschiedlichen Tätigkeiten und einem hohem Integrationsgrad. Das Aber: Voraussetzung für ein Gelingen ist es, dass die Beschäftigten gleichberechtigt in unterschiedliche Abläufe eingebunden sind und dass es sich im ein lebendiges Museum handelt, das nicht nur Museumsstücke verwaltet und für Besucher attraktiv ist. Sind die Bedingungen gegeben, dann lautet der Rat: Bringt mehr Werkstatt ins Museum!

 

Hilfe bei erworbener Hirnschädigung

Gemeinsame Fachveranstaltung der LAG WfbM Bayern und der Stiftung Pfennigparade

                     Logo Stiftung Pfennigparade     Logo LAG WfbM Bayern

Der Titel der Münchener Fachtage am 24. und 25. April 2014 lautet:

Aktiv leben mit erworbener Hirnschädigung

Die Teilnehmer erwartet ein hochkarätiges Programm aus Fachvorträgen und Workshops erfolgreichen nachklinischen Konzepten für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen und beschäftigt sich mit den Themenbereichen Medizin, Neuropsychologie, Wohnen, Arbeiten und Freizeitgestaltung.

Veranstaltungsort:
Ernst-Barlach-Schule der Stiftung Pfennigparade, Barlachstraße 38, 80804 München

Kosten:
Beide Tage
   • Vorverkauf: € 130 (ermäßigt € 50)
   • Tageskasse: € 150 (ermäßigt € 60)
Ein Tag (erster oder zweiter)
   • Vorverkauf: € 70 (ermäßigt € 30)
   • Tageskasse: € 80 (ermäßigt € 35)
Ermäßigter Preis für Schüler/-innen oder Student/-innen -en mit Nachweis.

Nähere Informationen und das Anmeldefomular finden Sie hier.

 

Zu guter Letzt: Georg Paulmichl

Buchcover

In dem folgenden Text setzt uns Georg Paulmichl seine Eindrücke und Gedanken zum Bauernstand auseinander – wie immer mit einem speziellen Blick auf dessen Südtiroler Variante.

Landbauern
Die Biologie bietet den Menschen die Nachspeisenkarte zur Erhöhung des Essstandards.
Auch Tiere nagen gerne die Natur ab.
Der Mensch braucht eine gute Ernährung, sonst gibt es Kariesfäulnis im Zahngebälk.
Die Bauern braucht es zur Erhaltung der Schlachttiersorten.
Der Bauer ist ein guter Mensch, er entfacht für uns die Stallriecherei.
Die Bäuerinnen füllen die Speisekammern für die Winterverfütterung.
Weinsorten und Schnapsgebräu führt der Bauer zur Auflockerungsübung der Rachenöffnung zu.
In ihrer Freizeit besuchen die Landwirte einen Melkkurs zur
Erhöhung der Fleißigkeit.
Nagellack ist für die Bäuerinnen verboten, sonst kommt der Farbstoff in den Kohldampf.
Beim Jodelgesang wird das Tanzbein des Bauernstandes aus der Erstarkung gelockt.
Im Herbst zählt der Bauernstand die Ernteerträge ab.
Die Kurven dürfen die Bauern mit dem Traktor nicht zu schnell fahren, sonst kippt die Essladung.
In Österreich gibt es auch gute Bauern, denn sie rühren nicht im Giftfass herum.

 

Entnommen haben wir den Beitrag dem Band "Der Georg. Texte und Bilder von Georg Paulmichl", Haymon Verlag Insbruck-Wien 2008, ISBN 978-3-85218-566-8.

Zu beziehen ist das Buch über den Medienversand von 53° NORD zum Preis von 19,90 Euro zzgl. Versandkosten.

 

Mit freundlichen Grüßen
53° NORD Agentur und Verlag

Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen
Frankfurter Straße 227b | 34134 Kassel

Telefon 0561 | 47 59 66-0
Telefax 0561 | 47 59 66 - 75

info@53grad-nord.com
www.53grad-nord.com

 

Genossenschaft der Werkstätten
für behinderte Menschen Hessen und Thüringen eG
Sitz der Gesellschaft: D-34134 Kassel
Vorstand: Martin Berg | Frank Eitel | Wolfgang Schrank | Stefan Werner
Aufsichtsratsvorsitzender: Gerald Reißmann
GnR 383 | Amtsgericht Kassel
Ust.-IDNr. DE 177 422 558
Steuernummer 025 250 70 616

Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel
IBAN DE38 5206 0410 00 0000 0485
BIC GENO DEF1 EK1