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Liebe Leserinnen und Leser!
Menschen mit psychischen Erkrankungen stellen Fachkräfte in Werkstätten für behinderte Menschen häufig vor besondere Herausforderungen: Auffälliges Sozialverhalten, mangelnde Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sowie unerwartete Maßnahmenabbrüche gehören zum Arbeitsalltag. Doch was steckt dahinter? Wie können Leitungs- und Fachkräfte ihre Beschäftigten besser verstehen und erfolgreich begleiten?
53° NORD bietet im Februar 2026 zwei Online-Veranstaltungen an, die Sie für diese anspruchsvolle Aufgabe qualifizieren.
Im zweitägigen Basisseminar „Menschen mit psychischen Erkrankungen in der WfbM gut verstehen und begleiten" (04. - 05. Februar 2026) erwerben die TeilnehmerInnen fundiertes Fachwissen, um psychisch erkrankte Beschäftigte besser zu verstehen und professionell zu begleiten. Diplom-Psychologe Claus Dünwald vermittelt einen systematischen Überblick über die wichtigsten psychischen Erkrankungen und erklärt in verständlicher Weise deren Ursachen. Sie erfahren, wie sich diese Erkrankungen konkret auf den Werkstattalltag auswirken und warum Betroffene ihre Umwelt oft in einer besonderen Weise erleben.
Besonders wertvoll: Auf Basis dieses Wissens entwickeln Sie gemeinsam hilfreiche Handlungskonzepte für herausfordernde Situationen. In systemischen Fallberatungen können Sie eigene Praxisfälle einbringen und konkrete Lösungsansätze erarbeiten. Der erfahrene Referent, der seit über 20 Jahren Werkstätten berät, gibt dabei praxiserprobte Hinweise für den Umgang mit herausforderndem Verhalten.
Die eintägige Veranstaltung „Wie?! Der kommt nicht mehr?" (18. Februar 2026) setzt einen anderen Schwerpunkt. Sie befasst sich gezielt mit den Themen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Motivation und drohenden Abbrüchen. Herausforderungen, die sowohl im Berufsbildungs- als auch im Arbeitsbereich immer wieder auftreten. Diplom-Psychologin Veronika Müßig macht in dieser kompakten Tagesveranstaltung unsichtbare Barrieren sichtbar, die Maßnahmenabbrüche verursachen: Eingeschränkte Realitätswahrnehmung, starker Antriebsverlust oder die Unfähigkeit, eigene Ängste zu kontrollieren.
Die TeilnehmerInnen lernen konkrete Strategien kennen, wie sie diese Barrieren in ihrer Einrichtung abbauen können. Die Veranstaltung zeigt, wie man Stigmatisierung und „Schubladendenken" begegnen, Interaktionen gestalten, Scham- und Schuldgefühle reduzieren und Kontakt- und Kommunikationsbarrieren überwinden kann. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Umgang mit Ängsten, sowohl mit den Ängsten gegenüber den Betroffenen von außen als auch mit deren eigenem Umgang mit ihren Ängsten. Das Ziel des Seminars: Frühzeitig Warnsignale zu erkennen und Abbrüche wirksam zu vermeiden.
Nutzen Sie diese Gelegenheit, Ihre Kompetenzen gezielt zu erweitern, für mehr Sicherheit im Umgang und bessere Teilhabechancen Ihrer Beschäftigten.
Herzliche Grüße & einen guten Start ins neue Jahr wünscht Ihr Team von 53° NORD
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