53° NORD Agentur und Verlag

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KLARER KURS 1/2019

Wolfgang Schrank

Lohngerechtigkeit ist das Titelthema der Frühjahrsausgabe unseres Magazins KLARER KURS. Wir fragen: Wie geht gerechter Lohn in der Werkstatt? Meist sind dort Leistung und Verhalten die grundlegenden Kriterien im Entgeltsystem. Sind Stückzahlen in der Montage noch eine messbare Größe, wird es in der Dienstleistung ungleich schwerer: Was oder wie will man hier bemessen? Mit der Bewertung des Verhaltens durch die Fachkräfte kommt zugleich ein subjektiver Faktor ins Entgeltsystem. Dabei ließe sich die Entgeltordnung mit der Wahl anderer Kriterien auch analog zum ersten Arbeitsmarkt ausrichten ? ein Schritt in Richtung Normalisierung.

Außerdem erwarten Sie weitere anregende Berichte zum Thema berufliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung:
‚Reif für die Insel‘ ist ein Motto bei den Elbe-Werkstätten in Hamburg: Die Hanseaten zeigen, wie selbstbestimmtes Lernen in der Werkstatt funktioniert ? frei nach dem Lerninselkonzept. Die Folgen: Mehr Selbstständigkeit und ein Wachsen mit den Aufgaben bei den Mitarbeitern, effektive Zeitersparnis, Lernen loszulassen und auch eine andere Haltung bei den Fachkräften.

Von Hamburg wechseln wir nach Thüringen: Dort haben wir den Inklusionsbetrieb Lebenshilfe Erfurt SERVICE gGmbH besucht. Er beschäftigt Menschen mit Behinderung (auch mit Werkstattstatus) im Pflegedienst und bildet sie auch als Alltagshilfen mit IHK-Abschluss aus. Die Pflegeversicherung erstattet 125 Euro pauschal für jede betreute Person im Monat. Wir fragen: Ein Modell auch für Werkstätten?

Von der Dienstleistung zum Eigenprodukt: Die Benedikt-Menni-Werkstatt in Gremsdorf upcycelt ausgediente Polizeiuniformen zu Taschen, Rucksäcken, Yoga-Kissen oder Patchwork-Picknickdecken und vertreibt sie vor allem über ihren eigenen Onlineshop - mit großem Erfolg.

Außerdem besuchen wir die Lebenshilfe Gießen: Die Einrichtung nutzt die Persönliche Zukunftsplanung. Nicht nur, um Mitarbeiter zu unterstützen, ihr eigenes Leben und ihre berufliche Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, sondern auch für Teams, ganze Werkstattbereiche oder gleich als Instrument der Organisationsentwicklung.

Lange vor der Günter-Wallraff-Reportage haben sich die Varius Werkstätten in Grevenbroich Handlungsleitlinien gegen Gewalt und Grenzverletzungen erarbeitet, die sie in den Alltag bringen. Wir berichten, wie sich der Umgang miteinander in der Werkstatt dadurch verändert.

Und last but not least, unser Theaterbericht, sein Titel: Dabei sein ist noch längst nicht alles! Als Schauspieler mit Behinderung auf der Bühne zu stehen, ist das Eine, aber mitbestimmen und entscheiden, was und in welcher Form geschieht, noch einmal etwas ganz anderes. Das Hamburger Theaterensemble Meine Damen und Herren (Ev. Stiftung Alsterdorf) hat jetzt damit Ernst gemacht und in einem partizipativen, inklusiven Prozess gemeinsam mit der Berliner Theatertruppe Das Helmi und Mitarbeitern des Performance-Kollektivs Monster Truck sein neues Stück „10 Meter in den Wilden Westen“ auf die Bretter gebracht. Der Weg dahin: ein spannender Lernprozess für alle Beteiligten. Und das Stück? Eine doppelbödige Westernstory mit starken Frauen und starken Gefühlen und ein überraschender, gelungener Auftakt einer „radikal partizipatorischen“ Theaterarbeit. KLARER KURS hat hinter den Vorhang geschaut.
Also verpassen Sie bloß nicht die neue Ausgabe KLARER KURS! Sie erscheint am 28. Februar.

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caput wird gemacht vom Redaktionskollektiv der Iserlohner Werkstätten, enthält Reportagen, Berichte und Interviews zu sozialen und Lifestyle-Themen und erscheint viermal im Jahr. Mehr? Gibt's hier!

Veranstaltungstipp

Im Spagat zwischen Klienten, Betrieben und häuslichem Umfeld

Praxisforum für Jobcoachs

Für Jobcoachs, die Werkstattbeschäftigte in Betriebe vermitteln, ist der Austausch mit Kollegen besonders wichtig. Insbesondere dann, wenn sie noch nicht über langjährige Berufspraxis verfügen oder in Bereichen arbeiten, die bisher keinen Fokus auf eine Vermittlung nach draußen hatten. Zudem sind sie bei ihrer Unterstützung im Betrieb, anders als Gruppenleiter in der Werkstatt, in der Regel auf sich allein gestellt und häufig nicht in gewachsene Strukturen eingebunden.

53° NORD bietet erstmalig gleich vier Austauschforen für Jobcoachs in Hamburg, Nürnberg, Köln und Chemnitz an. Alle Foren werden von erfahrenen Arbeitsbegleitern geleitet: der Hamburger Arbeitsassistenz, ACCESS in Nürnberg, Projekt Router in Köln und dem Sozialen Förderwerk in Chemnitz. Die zweitägigen Veranstaltungen sind bewusst nicht als Fortbildung, sondern als wechselseitige Beratung konzipiert, bei der sich die Teilnehmer mit ihren Fragestellungen und Problemen einbringen können.

Termine:
20. - 21. Februar 2019 | ACCESS, Nürnberg | Info/Anmeldung
21. - 22. Februar 2019 | Hamburger Arbeitsassistenz, Hamburg | Info/Anmeldung
28. - 29. März 2019 | Soziales Förderwerk e.V., Chemnitz | Info/Anmeldung
11. - 12. Juni 2019 | Projekt Router, Köln | Info/Anmeldung

 

 

Neu im Medienvertrieb

Mathias Rosemann

Inklusion ist machbar!

Das Erfahrungshandbuch aus der kommunalen Praxis

Das Buch knüpft an den kommunalen Index für Inklusion an („Inklusion vor Ort“), mit dem viele Kommunen gearbeitet haben. Zahlreiche Beispiele und Projekte aus über 30 Kommunen und Regionen zeigen, wie das Menschenrecht Inklusion umgesetzt werden kann - ein Fundus für Ideen und Anregungen für die eigenen Prozesse vor Ort, der zum Stöbern einlädt, inspiriert und ermutigt!

Mehr Informationen gibt es hier.

Zum Gesamtangebot des Verlags kommen Sie hier.

 

 

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Letzte Aktualisierung der Webseite am 16.05.2019