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Liebe Leserinnen und Leser!
Die Wahlen zu Werkstatträten und Frauenbeauftragten in den Werkstätten sind abgeschlossen, der Arbeitsalltag kann beginnen. Viele Gewählte nehmen ihr Mandat zum ersten Mal wahr und stellen fest: Interessenvertretung ist anspruchsvoll, sie braucht Kenntnisse und Fähigkeiten, die kaum jemand von Haus aus mitbringt. Die gute Nachricht: Den Neugewählten stehen 20 Tage Schulungen pro Amtszeit zur Verfügung, für Wiedergewählte sind es 15 Tage. Das Geld fließt zusätzlich zum Kostensatz, so sieht es der Gesetzgeber vor. Die schlechte Nachricht: Werkstätten verzichten allzu oft auf diesen Anspruch und damit auf die Chance, ihre Interessenvertreterinnen adäquat auf ihre Aufgabe vorzubereiten. Lesen Sie, warum Werkstatträte häufig auf das Geld verzichten und welche Angebote wir ihnen bieten.
Passend zum Thema „Einflussnahme“ finden Sie auch einen Beitrag aus der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück, der deutlich macht, wie wichtig die Erfahrung ist, als Werkstattbeschäftigte etwas bewirken zu können. Auch wenn das Beispiel eines gemeinsamen Krippenprojekts nicht ganz in die Osterzeit passt, die darin enthaltene Botschaft ist zeitlos. Echte Partizipation bewirkt erstaunliche Veränderungen in der Selbstwahrnehmung: „Ich habe Einfluss, ich kann etwas bewirken.“ Der Beitrag ist ein Plädoyer dafür, mehr solche gleichberechtigten Projekte zu wagen.
Schließlich finden Sie in dieser Ausgabe eine Neuauflage unserer beliebten Rubrik Pro & Contra. Diesmal stellt sie die Frage nach der Bedeutung von Förderschulen unter dem Titel: „Für und Wider Förderschulen“ Das gerade in jüngster Zeit wieder viel diskutierte Thema berührt die auch für Werkstätten zentrale Fragestellung nach den Möglichkeiten und Grenzen des Inklusionskonzept.
Wie immer wünschen wir Ihnen eine kurzweilige und erkenntnisreiche Lektüre und eine schöne Osterzeit.
Ihr Team von 53° NORD
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