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Liebe Leserinnen und Leser!
Sprache ist nicht neutral, sie beschreibt die Welt nicht nur, sondern formt sie. Das wissen wir besonders gut in der Eingliederungshilfe. Seit Jahren ringen wir um die „richtige“ Bezeichnung: behinderter Mensch oder Mensch mit Behinderung? Mensch mit Beeinträchtigung, mit Assistenzbedarf, mit Unterstützungsbedarf oder gar mit Handicap? Jede Formulierung trägt eine Haltung und eine Geschichte in sich und keine ist frei von Problemen.
Genau hier setzt unsere neue Rubrik „Pro & Contra“ an. Wir stellen unterschiedliche Perspektiven bewusst nebeneinander, ohne einfache Antworten zu liefern. Ziel ist der Austausch – nicht das Urteil. Das Pro & Contra-Thema dieser Woche kreist um die Frage: Wie sprechen wir über Behinderung? Wer entscheidet, welche Begriffe empowernd sind – und welche verletzend? Am Beispiel des inklusiven Cafés „Coffee, Brownies & Downies“ zeigt sich, wie emotional Sprache wirkt und wie unterschiedlich sie gelesen wird.
Außerdem im : Eine Studie von Matthias Grote der Unternehmensberatung Rosenbaum & Nagy die aufzeigt, wie gut sich Menschen mit kognitiven Teilhabebedarfen längst in der digitalen Welt bewegen. Doch Werkstätten fehlen oft die Strukturen, um dieses Potenzial zu fördern. Die Studie macht deutlich: Digitale Bildung ist keine technische Kür, sondern eine Frage von Chancen-Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und beruflicher Teilhabe.
Personenzentrierung als Auftrag des neuen Fachkonzepts: Wer diesen Auftrag (noch) mehr mit Leben füllen möchte, wird in unseren Veranstaltungen fündig. Mit praxisnahen Methoden für eine personenzentrierte Bildungs- und Entwicklungsplanung im EV/BBB sowie Reflexion der eigenen Haltung und Rolle.
Wie immer wünschen wir Ihnen eine kurzweilige und erkenntnisreiche Lektüre.
Ihr Team von 53° NORD
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