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Gerechte Entgeltsysteme in WfbM – Was ist Arbeit wert und wie bemisst man Leistung?

Die Themen dieses Newsletters

Veranstaltung

Ein gerechtes Entgeltsystem – transparent, begründet und praxistauglich

So wird aus Gegenwind Rückenwind!

Werkzeugkoffer für den Alltag – Persönliche Zukunftsplanung praktisch nutzen

Weitere Themen

Zahl des Monats


Liebe Leserinnen und Leser!

wie viel ist Arbeit wert? Und wie bemisst man Leistung, wenn die Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind? Diese Fragen entscheiden in Werkstätten für behinderte Menschen über Gerechtigkeit, Motivation und rechtliche Sicherheit.

Die Praxis zeigt: Während die einen vor allem Produktivität honorieren, setzen andere auf individuelle Anstrengung oder die Komplexität der Tätigkeit. Manche Werkstätten nutzen hochdifferenzierte Punktesysteme, andere arbeiten mit pauschalen Zuschlägen. Was häufig fehlt, ist eine systematische Grundlage – mit der Folge von Unzufriedenheit und Demotivation.

Die rechtliche Herausforderung: § 221 SGB IX verpflichtet zur Vorhaltung einer Entgeltordnung mit klaren Verteilungskriterien. Doch was bedeutet „leistungsangemessen" konkret? Wie schafft man Transparenz ohne überbordende Bürokratie? Wie entwickelt man ein System, das sowohl Werkstattrat als auch juristischer Prüfung standhält?

Antworten auf diese Fragen gibt das Seminar "Ein gerechtes Entgeltsystem" am 23./24. Februar in Kassel. Alexander Bendel vom renommierten Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen vermittelt das Handwerkszeug für moderne, rechtssichere Entgeltordnungen. Der ausgewiesene Experte bringt nicht nur theoretisches Wissen mit, sondern konkrete Einblicke in bewährte Praxismodelle.

Die TeilnehmerInnen erfahren:

  • Wie erfolgreiche Werkstätten ihre Entgeltsysteme aufbauen
  • Welche rechtlichen Fallstricke zu beachten sind
  • Wie Sie fachlich fundierte und praktisch umsetzbare Kriterien entwickeln

Besonderer Fokus liegt auf Mitbestimmung, rechtlichen Grundlagen und der passgenauen Entwicklung eines eigenen Systems.

Das Seminar richtet sich an Führungs- und Fachkräfte, die ihre Entgeltsysteme neu gestalten oder weiterentwickeln wollen mit der Zielsetzung „mehr Verteilungsgerechtigkeit und Nachvollziehbarkeit“.

Ein Entgeltsystem ist mehr als ein Rechenmodell: Es ist ein zentrales Steuerungsinstrument guter Werkstattarbeit. Investieren Sie zwei Tage in ein System, das täglich wirkt. Freuen Sie sich auf praxisorientierten Austausch, konkrete Beispiele und Raum für Ihre Fragen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von 53° NORD


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Ein gerechtes Entgeltsystem – transparent, begründet und praxistauglich

Entgelte und Entgeltordnungen in Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Seminar | GDW Mitte eG | Kassel | 23. - 24. Februar 2026 | 490,00 Euro

Infos & Anmeldung

So wird aus Gegenwind Rückenwind!

Widerstände erkennen, verstehen und konstruktiv nutzen – für mehr Leichtigkeit und Wirksamkeit im WfbM-Alltag

Seminar | GDW Mitte eG | Kassel | 02. - 03. März 2026 | 510,00 Euro

Infos & Anmeldung

Werkzeugkoffer für den Alltag – Persönliche Zukunftsplanung praktisch nutzen

Eine praxisnahe Fortbildung für MitarbeiterInnen aus WfbM und anderen Einrichtungen der beruflichen Teilhabe

Seminar | GDW Mitte eG | Kassel | 04. - 05. März 2026 | 490,00 Euro

Infos & Anmeldung

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt unseres Programms...

Die komplette Übersicht unserer Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website.

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Dies ist die Anzahl der schwerbehinderten Personen, die 2023 in den 1.107 Inklusionsbetrieben in Deutschland beschäftigt waren. Die Gesamtzahl der Beschäftigten betrug 28.233. (Quelle: Jahresbericht der Inklusionsbetriebe, 4/2025).

Zum Vergleich: Ende 2023 arbeiteten nach dem Kennzahlenbericht der überörtlichen Sozialhilfeträger 269.815 Menschen mit Behinderung im Arbeitsbereich der Werkstätten. Hinzu kamen laut BAG WfbM rund 26.000 Personen im Berufsbildungsbereich und etwa 19.000 im Förderbereich.

13.614 zu 315.000, dieses Zahlenverhältnis zeigt die Realität der Teilhabe am Arbeitsleben in Deutschland. Auf eine schwerbehinderte Person in einem Inklusionsbetrieb kommen etwa 23 Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen. Anders ausgedrückt: Nur etwa 4,2 Prozent der Menschen mit Behinderung, die in beiden Systemen arbeiten, sind in Inklusionsbetrieben tätig. Inklusionsbetriebe nehmen weiterhin nur eine Nischenrolle ein.​

Dabei galten Inklusionsbetriebe einmal als Brücke zwischen Werkstatt und regulärem Arbeitsmarkt. Ist diese Brücke zu schmal? Klar ist: Die Bedingungen sind ungleich: Inklusionsbetriebe sind rechtlich Teil des allgemeinen Arbeitsmarkts und müssen zwischen 30 und 50% schwerbehinderte Menschen beschäftigen; die Löhne orientieren sich am Mindestlohn bzw. an Tarifen und sind deutlich höher als in WfbM. Werkstätten bieten ein „geschütztes“ Setting mit arbeitnehmerähnlichem Status und niedrigen Entgelten.

Die Frage bleibt: Wie schaffen wir für mehr Menschen den Weg aus der Werkstatt auf den ersten Arbeitsmarkt? Inklusionsbetriebe werden auch in Zukunft ein wichtiger Baustein sein. Um ihr Potential auszuschöpfen, braucht es mutige Gründer und bundesweit mehr politische Unterstützung. Nordrhein-Westfalen zeigt, dass mehr möglich ist. Hier arbeiten mit über 4.000 knapp ein Drittel aller bundesweit in Inklusionsunternehmen beschäftigten Schwerbehinderten. Die Anzahl der Betriebe liegt bei mehr als 300.

Die nächste Fachmesse der Inklusionsbetriebe in NRW unter der Federführung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe findet übrigens am 11. März 2026 von 9:00 bis 17:00 Uhr in der Messehalle 5 in Dortmund statt.

 

53° NORD wird gefördert durch:

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