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Liebe Leserinnen und Leser!
der Frankfurter Verein ist fachlich und inhaltlich gut aufgestellt. Um jedoch weitere innovative Ideen zu entwickeln, brauchte es den unvoreingenommenen Blick von außen. Deshalb buchte der Verein das zweitägige Seminar „Die eigene Werkstatt zukunftsfest machen“ von 53° NORD. Ziel des Seminars ist es, Werkstätten in ihrem Transformationsprozess zu unterstützen und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der eigenen Organisation zu geben.
Ein Jahr später zeigen sich bereits erste Ergebnisse – unter anderem in der Sprache: Im ABI-Verbund des Frankfurter Vereins heißen Werkstatt-Beschäftigte nun Mitarbeitende, die Gruppenleitung wird zur Arbeitsanleitung, und die fünf Standorte tragen künftig den Namen „ABI-Zentren | Nord, Ost, Süd, West und Mitte“. Zum aktuellen Change-Prozess gehören darüber hinaus Themen wie neue Entgeltregelungen, die Teilhabe von Menschen mit komplexen Behinderungen, Fragen des Wahlrechts, Selbstbestimmung sowie eine konsequente Personenzentrierung. Der gewährt einen Einblick in den Veränderungsprozess.
Auch in diesem Jahr haben wir das Seminar „Die eigene Werkstatt zukunftsfest machen – Ideen und konkrete Ansätze für eine erfolgreiche Weiterentwicklung“ wieder im Programm. Für den 25./26. März in Kassel sind noch Plätze frei.
Unser Ideenwettbewerb „Wie WfbM sich öffnen und sichtbar werden“, den wir im vergangenen Jahr gemeinsam mit UN-konventionell durchgeführt haben, wird im Juli im ChancenHaus der Lebenshilfe in Bad Kreuznach mit den Gewinnerideen weitergedacht – Infos zur Fachtagung "Gemeinsam Zukunft gestalten" finden Sie hier. Darüber hinaus erreichten uns aber noch weitere spannende Konzepte zur Öffnung in den Sozialraum – wenn auch nach Ablauf der Frist. Diese guten Ideen möchten wir nicht unter den Tisch fallen lassen. Deshalb berichtet der in „Selbstbewusster werden und Wunderschönes schaffen“ über teilautonome Gruppenarbeit für Menschen mit psychischen Erkrankungen bei der gpe Mainz.
„Wege auf den allgemeinen Arbeitsmarkt für psychisch erkrankte Menschen“ wiederum eröffnen wir dieses Jahr mit einem erfahrenen Praktiker in Hamburg, der zeigt, wie Zugänge in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes für Menschen mit psychischen Erkrankungen – trotz bestehender Hemmnisse – erfolgreich, nachhaltig und für beide Seiten gewinnbringend gestaltet werden können.
Außerdem war virtuell im Saarland unterwegs und sprach mit dem Geschäftsführer des Landesverbands Arbeit-Bildung-Teilhabe. Thema war unter anderem das Novum, dass saarländische Werkstattbeschäftigte auch nach ihrer Berentung weiterhin in der Werkstatt tätig sein können.
Wie immer wünschen wir Ihnen eine kurzweilige und erkenntnisreiche Lektüre.
Ihr Team von 53° NORD KLARER KURS
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