Darstellungsprobleme? Sie können unseren Newsletter auch
online lesen.
Bitte aktivieren Sie Bilder, um diesen Inhalt zu sehen

Wie weit können und sollen Werkstätten sich öffnen?

Die Themen dieses Newsletters

KLARER KURS

Mutmacher für kleine WfbM

Veranstaltung

Gemeinsam Zukunft gestalten: Wie Werkstätten sich öffnen und sichtbar werden

Sind ausgelagerte Werkstattplätze die Zukunft der WfbM

3. Innovationskongress Hamburg

Weitere Themen

Wussten Sie schon, dass


Liebe Leserinnen und Leser!

Trotz der guten Arbeit, die WfbM leisten, bleibt häufig ein Problem: Sie sind zu wenig sichtbar, bleiben meist abseits der gesellschaftlichen Mitte. Diese Feststellung ist keine Kritik an dem, was Werkstätten tun. Sie beschreibt eine Situation, über die nachzudenken sich lohnt.

Der Impuls zur Öffnung kommt nicht so sehr von außen, er wächst in vielen Einrichtungen von innen. Denn Werkstätten, die sich mit ihrer Stadt und Region vernetzen, verändern ihr Selbstverständnis: Weg vom geschlossenen System, hin zum kommunalen Akteur. Daraus folgt. In Zeiten der Inklusion reichen vereinzelte Angebote nicht aus, Werkstätten müssen noch stärker inklusiv denken.

Ansätze für eine Öffnung gibt es viele: Werkstätten übernehmen Aufgaben im öffentlichen Raum: Grünpflege, Catering, Lieferdienste. Sie betreiben Cafés in der Innenstadt, Läden im Quartier oder starten gemeinsame Kulturprojekte. Wieder andere bauen Kooperationen mit Betrieben, Berufsschulen oder Integrationsfachdiensten auf und schaffen so Übergänge, die früher kaum denkbar waren. Was all diese Ansätze verbindet: Für die Bevölkerung wird erkennbar, dass Werkstattbeschäftigte Akteure, nicht Objekte öffentlicher Fürsorge sind.

Schaut man genauer hin, lassen sich drei Vernetzungsstrategien unterscheiden. Die sozialräumliche Öffnung will Präsenz im Quartier erreichen, Dienstleistungen für die Kommune und gesellschaftliche Teilhabe im weiteren Sinne. Die funktionale Öffnung zielt auf ausgelagerte Arbeitsplätze und Übergangsmanagement zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Bei der systemische Öffnung geht es um Mitgestaltung: Beteiligung an kommunalen Inklusionsplänen, Mitarbeit in Steuerungsgremien, strategische Partnerschaften. Die wirkungsvollsten Konzepte verbinden alle drei Ebenen und begreifen Vernetzung nicht als Projekt, sondern als grundsätzliche Haltung.

Damit die Diskussion um Möglichkeiten und Grenzen einer Öffnung nicht nur theoretisch bleibt, macht 53° NORD gute Praxisbeispiele erlebbar. Am 8. und 9. Juli 2026 präsentieren wir unter dem Titel „Gemeinsam Zukunft gestalten: Wie Werkstätten sich öffnen und sichtbar werden“ vier prämierte Projekte im ChancenHaus der Lebenshilfe Bad Kreuznach, das selbst exemplarisch für gelungene Öffnung und Sozialraumorientierung steht (siehe auch den Artikel im KLARER KURS Artikel.) Die vier Projekte bilden den inhaltlichen Kern der Veranstaltung, in der Leitungskräfte und Fachverantwortliche über eigene Wege zu mehr Öffnung und Inklusion nachdenken. Konzipiert haben wir die Tagung gemeinsam mit dem Verein UN-Konventionell - Netzwerk für Sozialraum-Arbeit.

Wie immer wünschen wir Ihnen eine kurzweilige und erkenntnisreiche Lektüre.

Ihr Team von 53° NORD


Bitte aktivieren Sie Bilder, um diesen Inhalt zu sehen

Mutmacher für kleine WfbM

Das ChancenZentrum Bad Kreuznach und der Aufbruch in den Sozialraum

Zum Artikel

Volle Infos. Für alle. Jede Woche.
In drei Schritten zum KLARENKURS+ Abonnement

Auf der 53° NORD Webseite kostenlos registrieren, anmelden, Abo abschließen und los lesen!


Bitte aktivieren Sie Bilder, um diesen Inhalt zu sehen

Gemeinsam Zukunft gestalten: Wie Werkstätten sich öffnen und sichtbar werden

Für Werkstätten, die mit neuen Ideen mutig vorangehen

Fachtagung | ChancenHaus | Bad Kreuznach | 08. - 09. Juli 2026 | 480,00 Euro

Infos & Anmeldung

Sind ausgelagerte Werkstattplätze die Zukunft der WfbM

Chancen und Herausforderungen bei der Verlagerung von Arbeitsplätzen in Betriebe 

Seminar | GDW Mitte eG | Kassel | 30. Juni - 01. Juli 2026 | 490,00 Euro

Infos & Anmeldung

3. Innovationskongress Hamburg

Die Zukunft der beruflichen Teilhabe: Gemeinsame Orientierung und konkrete Innovationsvorhaben für Werkstätten und andere Leistungsanbieter, Beschäftigte sowie Leistungsträger

Fachkongress | Wälderhaus | Hamburg | 22. - 23. Juni 2026 | 645,00 Euro

Infos & Anmeldung
Bitte aktivieren Sie Bilder, um diesen Inhalt zu sehen

Wussten Sie schon, dass

… die älteste Werkstatt Deutschlands in Bielefeld-Bethel steht und dass sie ursprünglich gar nicht für Menschen mit Behinderung gedacht war?

Friedrich von Bodelschwingh gründete ab 1898 zunächst Kolonistenhöfe für „Nichtsesshafte“, bevor er kurz vor seinem Tod Arbeitsstätten speziell für Menschen mit Behinderung einrichtete.

… einige Werkstätten in ihrer Gründungszeit „Heimarbeitssäle“ betrieben, in denen Beschäftigte Arbeiten für die Industrie erledigten, die offiziell als „Beschäftigungstherapie“ geführt wurden?

In den 1950er- und 60er-Jahren wurden z. B. Kugelschreiber montiert, Knöpfe sortiert oder Textilreste gebündelt. Offiziell galten diese Tätigkeiten als „therapeutische Beschäftigung“, um arbeitsrechtliche Fragen zu umgehen.

… Werkstätten früher eigene „Reparaturdienste“ für die Nachbarschaft anboten – z. B. das Schleifen von Messern, das Flicken von Fahrrädern oder das Reparieren von Radios?

Diese Dienste waren die ersten inklusiven Angebote von WfbM im Sozialraum.

 

53° NORD wird gefördert durch:

Bitte aktivieren Sie Bilder, um diesen Inhalt zu sehen
 
Bitte aktivieren Sie Bilder, um diesen Inhalt zu sehen

GDW Mitte eG


Frankfurter Straße 227b  •  34134 Kassel

Telefon 0561 - 47 59 66 - 53  •  Telefax 0561 - 47 59 66 - 75
info@53grad-nord.com  •  www.53grad-nord.com

GDW Mitte eG
Sitz der Gesellschaft: D-34134 Kassel

Vorstand: Michael Kunze | Jürgen Müller | Steffen Pohl | Thomas Schilder | Christian Walther
Aufsichtsratsvorsitzender: Oliver Pick
GnR 383  •  Amtsgericht Kassel

Ust.-IDNr. DE 177 422 558  •  Steuernummer 026 250 71142

Evangelische Bank eG Kassel
IBAN DE38 5206 0410 00 0000 0485  •  BIC GENO DEF1 EK1

Inhaltlich verantwortlich gemäß §5 TMG und §55 RStV: Michael Kunze