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Warum Werkstätten für psychisch erkrankte Menschen ihre Zielgruppe oft nicht erreichen

Die Themen dieses Newsletters

Veranstaltung

Zwischen Rückzug und Rückkehr

„Null Bock! 2.0"

Herausforderndes Verhalten

Umbauen statt abwarten - EGH Studie von curacon

Weitere Themen

Zahl des Monats

Jobinklusive – ein Arbeitsmarkt für alle


Liebe Leserinnen und Leser!

Werkstätten und andere Anbieter beruflicher Teilhabe stehen vor einer wachsenden Herausforderung: Zwar scheiden immer mehr Menschen aufgrund psychischer Erkrankungen aus dem Arbeitsmarkt aus, gleichzeitig gelingt es aber häufig nicht, diese Zielgruppe für bestehende Angebote zu gewinnen. Die Beschäftigtenzahlen in vielen Werkstätten für Menschen mit psychischer Erkrankung stagnieren oder gehen zurück.

Das Problem liegt häufig nicht allein in den Angeboten selbst, sondern darin, wie die Erkrankten die WfbM wahrnehmen. Viele Betroffene streben weiterhin eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt an, nehmen die WfbM jedoch als „Einbahnstraße“ wahr, aus der ein späterer Wechsel kaum noch möglich erscheint

Dabei werden die besonderen Stärken von Werkstätten oft unterschätzt. Für viele Menschen mit psychischer Erkrankung bieten sie langfristige Sicherheit: Ein dauerhaft finanziertes Angebot, einen verlässlichen Arbeitsplatz, ein Umfeld, das auch in Krisenzeiten trägt. Während viele Maßnahmen zeitlich begrenzt sind, steht die Werkstatt für Kontinuität, Zugehörigkeit und Tagesstruktur, unabhängig von Leistungsschwankungen oder Rückschlägen.

Hier zeigt sich ein zentraler Widerspruch: Werkstätten müssen sich sowohl als sicherer Ort als auch als Sprungbrett auf den allgemeinen Arbeitsmarkt präsentieren. Die eigentliche Stärke vieler Werkstätten liegt tatsächlich nicht in der Vermittlung, sondern in ihrer Fähigkeit, Menschen langfristig Halt zu geben. Werkstätten könnten diese Stärke als dauerhaft verfügbarer Arbeitsort deutlicher kommunizieren, flexible und personenzentrierte Angebote ausbauen sowie die Perspektiven von Psychiatrie-Erfahrenen stärker einbeziehen. Gleichzeitig müssen sie sich die Frage stellen, wie sie mehr Übergänge ermöglichen können, ohne den Wert langfristiger Teilhabe infrage zu stellen.

Genau diese Themen stehen im Mittelpunkt der Jahrestagung „Arbeit und Bildung für Menschen mit psychischer Erkrankung“ von 53° NORD am 7. und 8. Oktober 2026 in Kassel. Unter dem Titel „Zwischen Rückzug und Rückkehr – Wie (Werkstatt-)Arbeit Menschen mit psychischer Erkrankung neue Stabilität geben kann“ diskutieren Fachkräfte und Psychiatrie-Erfahrene aktuelle Herausforderungen, innovative Ansätze und konkrete Perspektiven für die Praxis.

Wer berufliche Teilhabe für Menschen mit psychischer Erkrankung zukunftsfähig gestalten will, findet hier Anregungen, Praxiswissen und Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner für die nächsten Schritte.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Team von 53° NORD

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Zwischen Rückzug und Rückkehr

Wie (Werkstatt-)Arbeit Menschen mit psychischer Erkrankung neue Stabilität geben kann

Fachtagung | GDW Mitte eG | Kassel | 07. - 08. Oktober 2026 | 490,00 Euro

Infos & Anmeldung

„Null Bock! 2.0"

Anstrengungsverweigerung in WfbM konstruktiv lösen

Seminar | Online | 26. August 2026 | 230,00 Euro

Infos & Anmeldung

Herausforderndes Verhalten

Systemisch betrachtet

Seminar | Online | 26. - 27. August 2026 | 430,00 Euro

Infos & Anmeldung

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Infos und Anmeldung

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Anteil der Teilzeitbeschäftigten im Jahr 2024 im Arbeitsbereich der WfbM.(Quelle: BAGüS-Kennzahlenvergleich Eingliederungshilfe 2026)

Mehr als jede fünfte Person im Arbeitsbereich einer Werkstatt arbeitet inzwischen in Teilzeit. Vor zwei Jahren lag die Quote noch bei 19,1 Prozent, im letztjährigen Bericht bei 20,8. Der kontinuierliche Anstieg verweist auf einen Wandel: Werkstätten betreuen zunehmend ältere Menschen sowie Personen mit psychischen Erkrankungen und komplexeren Unterstützungsbedarfen.

Für die Werkstätten bedeutet dieser Trend höhere organisatorische Anforderungen und oft geringere wirtschaftliche Spielräume. Für viele Beschäftigte ist Teilzeit jedoch die Voraussetzung dafür, überhaupt am Arbeitsleben teilhaben zu können. Die Frage lautet daher nicht mehr, ob Werkstätten Teilzeit anbieten sollten, sondern wie sie diese Entwicklung künftig gestalten können.


Jobinklusive – ein Arbeitsmarkt für alle

Neue Impulse für WfbMs zur Förderung der Vermittlung von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

Das neuste Projekt der Sozialhelden will mehr mit WfbM in Austausch kommen und Brücken zu ihren Beschäftigten sowie Unternehmen bauen. Um mehr Menschen den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, braucht es Wissen und Austausch. In diesem Kontext bietet das Vernetzungs- und Weiterbildungsprogramm digitale Formate. Weitere Informationen zum Angebot von JOBinklusive finden Sie hier.

 

53° NORD wird gefördert durch:

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