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Liebe Leserinnen und Leser!
Die Eingliederungshilfe befindet sich mitten in einem grundlegenden Strukturwandel. Besonders sichtbar wird das derzeit in Hessen. Dort wurde im Zuge des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) ein System eingeführt, das Unterstützungsleistungen deutlich stärker personenzentriert, zeitbasiert und individuell kalkulierbar machen soll. Was von Kostenträgern als notwendiger Modernisierungsschritt beschrieben wird, erleben viele Werkstätten als tiefgreifenden Eingriff in ihr Selbstverständnis und ihre Arbeitsweise.
Im Zentrum steht dabei eine Frage, die weit über Hessen hinausweist: Wie weit lässt sich Teilhabe standardisieren, dokumentieren und in Leistungszeiten übersetzen, ohne dass der eigentliche Kern rehabilitativer Arbeit verloren geht? Der wirft diese Woche einen Blick nach Hessen.
Auch auf unserem Innovationskongress in Hamburg wird dies ein diskutiertes Thema sein zwischen Leistungsträger, Leistungserbringenden und den Leistungsnehmern und Leistungsnehmerinnen. Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und innovative Lösungsansätze, die im besten Fall auch bundesweit übertragbar sind.
In der Betreuung von Seniorinnen und Senioren können Mitarbeitende aus WfbM großartige Arbeit leisten, die allen Beteiligten zugutekommt. Das ist hinlänglich bekannt. Dass Fernsehköche sich dieses Themas annehmen, nicht unbedingt. Im Nachfolge-Projekt des TV-Projekts „Herbstresidenz" bewähren sich die Alltagshelferinnen und -helfer seit 16 Monaten im Caritashaus Klösterchen in Mayen, der sprach mit den Köpfen dahinter.
Und, weil wir der Meinung sind, dass Kreativität und Kultur "Mehr als ein begleitendes Angebot" in Werkstätten sein sollten, haben wir im eine Übersicht wegweisender, bundesweiter Projekte zusammengestellt – verbunden mit der herzlichen Einladung, eines davon im kommenden Herbst zu besuchen: Das Theater Augenblick in Würzburg, ein fast schon Klassiker unserer Lokaltermine.
Wie immer wünschen wir Ihnen eine kurzweilige und erkenntnisreiche Lektüre.
Ihr Team von 53° NORD
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