Lösungen für das Mobilitätsproblem im ländlichen Raum
Einblicke in die Praxis | Wie erreichen Beschäftigte ihren betrieblichen Arbeitsplatz, wenn kein Fahrdienst zur Verfügung steht?

Betriebsintegrierte Arbeitsplätze eröffnen Menschen mit Behinderungen neue Möglichkeiten, außerhalb der Werkstatt zu arbeiten. Im ländlichen Raum scheitert die Umsetzung jedoch nicht selten an einer ganz praktischen Frage: Der Arbeitsplatz liegt zehn, zwanzig oder dreißig Kilometer entfernt, Busse fahren selten oder gar nicht. Und einen eigenen Fahrdienst kann die Werkstatt nicht für jeden Arbeitsplatz organisieren.
Wie lassen sich solche Hürden überwinden? Welche Lösungen funktionieren in der Praxis, und was lässt sich davon auf andere Regionen übertragen?
Bei dieser Veranstaltung aus der Reihe „Ein Blick in die Praxis“ berichten integra MENSCH der Lebenshilfe Bamberg, der Fachdienst betriebliche Integration (FBI) der Lebenshilfe Gießen und ifs Spagat aus Vorarlberg über ihre Erfahrungen. Sie stellen unterschiedliche Wege vor, mit denen Menschen auch unter schwierigen ländlichen Bedingungen zu ihrem Arbeitsplatz gelangen: Von der Nutzung vorhandener Mobilitätsangebote über individuelle Lösungen und Kooperationen im Sozialraum bis zur schrittweisen Entwicklung selbstständiger Mobilität.
Dabei geht es nicht nur um einzelne gute Ideen, sondern auch um die Voraussetzungen, unter denen sie tragfähig werden: Welche Unterstützung braucht ein Mensch, um seinen Arbeitsweg selbstständig zu bewältigen? Welche Rolle können Betriebe, Kommunen, Verkehrsanbieter oder andere Partner im Umfeld übernehmen? Und wie lassen sich auch für diejenigen Lösungen finden, für die der reguläre ÖPNV keine ausreichende Möglichkeit bietet? Die Praxisberichte zeigen, wie unterschiedliche Bausteine miteinander verbunden und an die jeweiligen regionalen Bedingungen angepasst werden können.
Der anschließende Erfahrungs- und Ideenaustausch richtet den Blick auf die eigene Praxis. Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Erfahrungen sich übertragen lassen, wo bestehende Ansätze an ihre Grenzen stoßen und welche neuen Möglichkeiten sich daraus entwickeln könnten. Im Mittelpunkt stehen dabei ganz konkrete Fragen: Was lässt sich mit vorhandenen Strukturen organisieren? Wo braucht es Kooperationen, neue Vereinbarungen oder zusätzliche Unterstützung? Und wie kann Mobilität von Anfang an mitgedacht werden, wenn ein ausgelagerter Arbeitsplatz entsteht?
Denn ein ausgelagerter Arbeitsplatz ist nicht allein eine Frage der passenden Tätigkeit und des passenden Betriebs. Er muss für den Beschäftigten auch erreichbar sein, verlässlich, dauerhaft und möglichst selbstständig.
Referenten
- Frau Rabea Dietrich, Lebenshilfe Gießen
- Fachkraft für berufliche Integration (FBI)
- Herr David Ochs, Lebenshilfe Bamberg
- Leitung integra MENSCH
- Frau Barbara Capelli, SPAGAT – ifs Institut für Sozialdienste
- Leitung
- Herr David Suterlütte, SPAGAT – ifs Institut für Sozialdienste
Veranstaltungsort
Preis
149,00 Euro
Die reine Fortbildungsleistung ist gemäß §4 Nr. 22a) UStG umsatzsteuerbefreit.
Veranstaltungsbuchung
Veranstaltungsinformationen
Titel: Lösungen für das Mobilitätsproblem im ländlichen Raum
Plätze: 18
Datum:
20. Oktober 2027, 09:00 - 12:00 Uhr
Anmeldeschluss: 18. Oktober 2027
Preis: 149,00 Euro brutto
Zusammensetzung des Preises:
- Fortbildung
149,00 Euro netto
Die reine Fortbildungsleistung ist gemäß §4 Nr. 22a) UStG umsatzsteuerbefreit.
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