Sozialraumorientierung als Erfolgsstrategie der WfbM
Einblick in die Praxis | Erfahrungen der Mainfränkischen Werkstätten Würzburg

Sozialraumorientierung wird für Werkstätten für behinderte Menschen zunehmend zu einem wichtigen Ansatz, um berufliche Teilhabe weiterzuentwickeln und die eigene Rolle in der Region neu zu bestimmen. Doch was bedeutet Sozialraumorientierung konkret im Alltag einer WfbM? Und wie kann sie über einzelne Projekte hinaus zu einer erfolgreichen Organisationsstrategie werden?
Die Mainfränkischen Werkstätten Würzburg haben in den vergangenen Jahren vielfältige Erfahrungen damit gesammelt, wie sich eine Werkstatt stärker mit ihrem regionalen Umfeld vernetzen und neue Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung erschließen kann. Dabei geht es nicht allein um die Akquise von Außenarbeitsplätzen. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, wie Beziehungen zu Unternehmen, Kommunen, Vereinen, Bildungseinrichtungen und anderen Akteuren im Sozialraum entstehen und dauerhaft gestaltet werden können.
Sozialraumorientierung wird dabei als strategischer Ansatz verstanden: Die Werkstatt öffnet sich konsequent nach außen, macht ihre Kompetenzen sichtbar und gestaltet regionale Netzwerke aktiv mit. Mitarbeitende werden zu Brückenbauern zwischen Werkstatt und Sozialraum, schaffen Begegnungen und entwickeln gemeinsam mit Partnern konkrete Kooperationsmöglichkeiten.
Aus solchen Begegnungen können Praktika und Außenarbeitsplätze, aber auch Kooperationen, Aufträge und Dienstleistungen für die Region entstehen. Es eröffnen sich neue Möglichkeiten für Bildung, Beschäftigung, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe.
Die Veranstaltung zeigt anhand der Erfahrungen der Mainfränkischen Werkstätten, wie Sozialraumorientierung systematisch aufgebaut und in die Organisationsstrategie einer WfbM integriert werden kann. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wie lässt sich der eigene Sozialraum gezielt analysieren? Welche Akteure bieten Entwicklungspotenziale und wie gelingt ein nachhaltiger Netzwerkaufbau? Wie kann eine Werkstatt als kompetente Partnerin im Gemeinwesen wahrgenommen werden, ohne auf reine Akquise reduziert zu werden? Und welche Rolle übernehmen dabei Gruppenleitungen, Sozialdienst, Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter sowie Führungskräfte?
Darüber hinaus werden die Rahmenbedingungen erfolgreicher sozialraumorientierter Arbeit beleuchtet: Welche personellen und zeitlichen Ressourcen sind erforderlich? Welche Bedeutung hat Haltung und Selbstverständnis? Wie kann Beziehungsarbeit wirksam in den Werkstattalltag integriert werden? Und wie gelingt es, Sozialraumorientierung nicht als zusätzliches Projekt, sondern als festen Bestandteil der Organisationskultur und der strategischen Ausrichtung einer Werkstatt zu verankern?
Der dreistündige Online-Termin verbindet fachliche Einordnung mit konkreten Praxisbeispielen und bietet Raum für Austausch und Diskussion. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen, Vorgehensweisen und Lösungsansätze, die sich auf die eigene Werkstatt übertragen lassen.
Referenten
- Frau Madeleine Leube, Mainfränkische Werkstätten GmbH | INklusiv! Gemeinsam arbeiten
- Würzburg
Veranstaltungsort
Preis
149,00 Euro
Die reine Fortbildungsleistung ist gemäß §4 Nr. 22a) UStG umsatzsteuerbefreit.
Veranstaltungsbuchung
Veranstaltungsinformationen
Titel: Sozialraumorientierung als Erfolgsstrategie der WfbM
Plätze: 30
Datum:
20. April 2027, 09:00 - 12:00 Uhr
Anmeldeschluss: 16. April 2027
Preis: 149,00 Euro brutto
Zusammensetzung des Preises:
- Fortbildung
149,00 Euro netto
Die reine Fortbildungsleistung ist gemäß §4 Nr. 22a) UStG umsatzsteuerbefreit.
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