Artikel

Warum sich der Weg nach Hamburg wieder lohnen könnte

Der Kongress der LAG WfbM Hamburg „Inklusion ist Mehrwert“ im November 2026

Bild Warum sich der Weg nach Hamburg wieder lohnen könnte

 22. September 2026 |  Katrin Euler und Dieter Basener | Textbeitrag

Was macht einen Fachkongress so interessant, dass man dafür quer durch Deutschland fährt? Die Antwort darauf gab 2023 die LAG WfbM Hamburg. 330 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen damals zum ersten Hamburger Fachkongress und viele dürften die Heimreise mit mehr als nur Tagungsunterlagen im Gepäck angetreten haben.
 


Denn der Kongress bot vor allem eines: eine ungewöhnlich dichte Fülle an Praxis. Mehr als 60 Vorträge, Diskussionen, Filme und Aufführungen zeigten unterschiedliche Wege, berufliche Teilhabe weiterzuentwickeln. Der Bericht von 53° NORD trug damals den Titel „Warum sich der Weg nach Hamburg lohnte“. Jetzt lädt die LAG WfbM Hamburg erneut nach Hamburg ein. Am 19. und 20. November 2026 geht es bei „Inklusion ist Mehrwert“ wieder um die Zukunft beruflicher Teilhabe. Das Programm verspricht erneut keine reine Bestandsaufnahme, sondern viele konkrete Einblicke in Entwicklungen und Erprobungen aus der Praxis.

Wieder geht es um die großen Fragen: Wie lässt sich berufliche Bildung weiterentwickeln? Wie können Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf Zugang zu Bildung und Arbeit erhalten? Was braucht es für mehr Übergänge in Betriebe? Und wie können digitale Möglichkeiten, KI und Assistenzsysteme sinnvoll für die berufliche Teilhabe genutzt werden?

Das Programm verbindet diese Fragen mit konkreten Erfahrungen aus der Praxis. Vorgestellt werden unter anderem Ansätze zu Budget für Arbeit und Budget für Ausbildung, betrieblicher Teilhabe, Job Crafting, digitaler Bildung und der Qualifizierung von Bildungsfachkräften. Auch die Hamburger Arbeitsassistenz und die Erfahrungen mit dem Hamburger Trägerbudget spielen eine Rolle. Letzteres hatte bereits 2023 für besondere Aufmerksamkeit gesorgt. Das Budget verbindet langfristige Finanzierungssicherheit mit gemeinsam vereinbarten Entwicklungsvorhaben und schafft damit Freiräume für Innovation.

Spannend dürfte zudem die politische Diskussion werden. Die Werkstattreform ist längst nicht abgeschlossen. Vertreterinnen und Vertreter aus Bundesministerium, Politik, BAG WfbM, Werkstatträten und Hamburger Praxis treffen in einer Podiumsdiskussion aufeinander. Damit bietet der Kongress nicht nur Gelegenheit, erfolgreiche Hamburger Modelle kennenzulernen, sondern auch unterschiedliche Perspektiven auf die aktuellen Reformprozesse miteinander ins Gespräch zu bringen.

Was den Kongress schon 2023 ausgezeichnet hat, war die Verbindung von fachlicher Auseinandersetzung und einer ausgesprochen praxisnahen Atmosphäre. Die Veranstalter setzten auf Beteiligung, Vielfalt und einen Blick über die Grenzen des Gewohnten. Menschen mit Behinderung waren nicht nur Thema, sondern selbst an Moderation und Programm beteiligt.

Auch deshalb könnte sich der Weg nach Hamburg im November wieder lohnen: nicht unbedingt, um die Hamburger Lösungen eins zu eins zu übernehmen, sondern um sich inspirieren zu lassen, gute Ideen mitzunehmen und die eigenen Antworten auf die Zukunft beruflicher Teilhabe zu überprüfen.

„Inklusion ist Mehrwert“ – 19. und 20. November 2026 in Hamburg

Hier geht´s zum vollständigen Programm sowie zur Anmeldung.

Zurück zur Artikelübersicht

Bleiben Sie informiert

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter und bleiben Sie auf dem neusten Stand

Logo Evangelische Bank eGClaim Evangelische Bank eG

53° NORD wird gefördert durch Evangelische Bank

Die Evangelische Bank unterstützt die Inklusion von Menschen mit Behinderung, weil Diversität eine Bereicherung für unsere Gesellschaft und Ausdruck unserer christlich, nachhaltigen Grundeinstellung ist.

Erfahren Sie mehr